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Leitthema der 4. Ausgabe 2021 Mosaic GQ
Ob mit Oma eine eigene Weihnachtsbäckerei in der heimischen Küche eröffnen, den Garten und das Haus mit blinkenden Lichterketten und bunten Weihnachtscharakteren verzieren oder aber gemütlich über diverse Weihnachtsmärkte schlendern und die Atmosphäre genießen. Welche persönlichen Weihnachtsbräuche haben unsere Kollegen? Wir haben nachgefragt.
Nicole Preis und Maximilian Kaufmann, 15. Dezember 2021
Freut euch, Weihnachten wieder vor der Tür! Und für manche kommen die Feiertage mal wieder schneller also vermutet. Schließlich dauert die Vorweihnachtszeit auch nur wenige Wochen. Einige freuen sich aber schon das ganze Jahr auf eine gemütliche Winterzeit, mit Vorbereitungen für das große Fest.
Allerdings bedeutet Weihnachten und die Zeit davor für jeden etwas anderes. Sei es endlich die Familie im Ganzen wieder versammelt zu sehen, Zeit mit seinen Liebsten zu verbringen und / oder das Fest im Glauben zu feiern.
Bei uns am Standort Beilngries werden die meisten wohl folgenden Ablauf des heiligen Abends kennen. Begonnen wird mit dem Besuch der Kirche. Sei es die Abendmesse oder aber die Kinderchristmette, welche vielerorts schon nachmittags stattfindet und oft durch ein Krippenspiel der Kinder begleitet wird. Danach geht es dann an die Vorbereitungen für den Abend, das Essen wird zubereitet und die Geschenke unter den Baum gelegt.
Allerdings war es nicht immer üblich, sich gegenzeitig zu beschenken. Mit der Zeit entwickelte sich das Schenken jedoch zu einer Tradition, auf die sich jedes Jahr vor allem Kinder freuen. Sie schreiben Karten und Briefe an den Weihnachtsmann oder das Christkind und hoffen auf eine Antwort, welche meist am 24. Dezember, oder aber am 25. Dezember, erfüllt wird. Dann nämlich werden die Geschenke unter dem geschmückten Weihnachtsbaum geöffnet.
Die Zeit rund um Weihnachten kann aber bei jeder Person oder Familie stark unterschiedlich aussehen. Deswegen haben wir Kollegen von anderen Standorten gefragt, wie sie die Weihnachtszeit feiern und erleben.
Wir feiern mit dem Weihnachtsessen am 24. Dezember normalerweise mit der engsten Familie. Am 25. und 26. Dezember reisen wir in der Großfamilie herum und haben festliches Familienessen.
Wir feiern Weihnachten nur in der Familie im engen Kreis, an den Weihnachtsfeiertagen gibt es dann wechselnde Gastgeber innerhalb der Verwandtschaft.
Normalerweise feiere ich Weihnachten mit meiner Familie und Freunden bei uns Zuhause.
Ich feiere Weihnachten mit der Familie. An Heiligabend gehen wir in die Kirche und essen entweder mit meiner Familie oder mit der meines Mannes zu Abend. Am 1. Weihnachtstag besuchen wir die andere Seite der Familie, frühstücken ausgiebig und öffnen die Geschenke. Am Weihnachtsmorgen dürfen auch unsere Kinder ihre Strümpfe und Geschenke vom Weihnachtsmann öffnen. Wir stellen traditionell Milch und Kekse für den Weihnachtsmann und Karotten für seine Rentiere bereit. Als ich aufgewachsen bin, haben meine Geschwister und ich immer eine Dose Bier und eine Scheibe Salami dagelassen.
Ich würde sagen, dass der 24. Dezember ein besonderer Tag ist. Wir stehen morgens früher auf und fangen an zu kochen, sehen uns viele Märchen an und machen einen Spaziergang durch die Stadt, um den Markt zu sehen und Glühwein zu trinken. In machen Familien gehen die Männer mit ihren männlichen Freunden ein Bier trinken. Nach dem Abendessen verstecken sich die Kinder in ihren Zimmern und warten bis das Christkind die Glocke läutet und die Geschenke bringt (in der Tschechischen Republik gibt es keinen Weihnachtsmann). Um Mitternacht gehen wir in die Kirche, um die Mitternachtsmesse zu sehen.
An Weihnachten brunchen wir zusammen mit der Familie und sehen uns dabei Märchenfilme an. An Heiligabend wird bei uns der Christbaum aufgestellt und anschließend die Christvesper (= Bezeichnung für den Gottesdienst an Heiligabend in evangelischen Kirchen) besucht.
Eine Tradition, die mein Mann und ich mit unseren Jungs begonnen haben, ist, dass wir ihnen an Heiligabend einen Weihnachtspyjama und ein Weihnachtsbuch schenken, welches wir vor dem Schlafengehen lesen.
Ja, wir spielen „Heimlicher Freund“. Wir stecken die Namen aller Familienmitglieder in einen dunklen Behälter und jeder zieht einen Namen, der geheim bleiben muss. Jeder kauft ein Geschenk und am ersten Weihnachtstag tauschen wir die Geschenke aus. Die Idee ist, zu erraten, wer wen gezogen hat.
Zum Abendessen gibt es Fischsuppe und gebratenen Karpfen mit Kartoffelsalat und jede Menge Weihnachtssüßigkeiten. Vor allem Vanillekipferl und Linzer Kekse mit Erdbeermarmelade.
Ein typisches Weihnachtsessen gibt es bei uns nicht direkt, meistens gibt es aber Kartoffelsalat mit Würstchen, Spiegelei und verschiedenen Salaten.
An Heiligabend gibt es normalerweise ein größeres Essen mit einem Rinderbraten, Kartoffeln, Salaten, Brötchen und gutem Wein. Am Weihnachtsmorgen backen wir Affenbrot, das ist wie Karamellröllchen.
Gebratener Truthahn, Mayonnaise-Salat mit Gemüse und Obst. Zu trinken gibt es Champagner für die Erwachsenen und Limonade für die Kinder.
Wir haben tatsächlich einen eher ungewöhnlichen Brauch an Weihnachten. Wie ich schon sagte, essen wir am 24. Dezember gebratenen Karpfen. Normalerweise würde man in ein Geschäft oder auf einen Fischmarkt gehen und dort frischen (aber bereits getöteten) Fisch kaufen. In der Tschechischen Republik gibt es kurz vor Weihnachten überall in der Stadt diese mit Wasser gefüllten „Waschwannen“ mit lebendigen Karpfen. Man sucht sich also einen Karpfen aus und der Verkäufer tötet den Fisch direkt vor den Augen des Kunden. Ich habe gehört, dass es so etwas nur in der Tschechischen Republik gibt.
Nein, ungewöhnliche Bräuche rund um Weihnachten sind uns nicht bekannt.
Ein Brauch, der in meiner Gemeinde vor allem bei Familien sehr beliebt ist, ist durch die Gegend zu fahren, um sich die Weihnachtsbeleuchtung anzuschauen. An einigen Häusern gibt es komplette Lichtinstallationen/Lichterketten, bei denen man das Autoradio so einstellen kann, dass man die Musik hören kann, die auf dem Display läuft. Auch „Ugly-Sweater“-Partys sind sehr beliebt!
Ich weiß es nicht. Würde sagen hier hat jeder in etwa die gleichen Bräuche.
Für mich persönlich hat es das nicht.
Nein, eine religiöse Bedeutung hat Weihnachten für uns nicht, es geht dabei mehr um die Besinnlichkeit mit der Familie und darum, den Alltag ausblenden zu können.
Ja, ich lese meinen Söhnen jedes Jahr die Weihnachtsgeschichte vor, und wir machen einen Adventskalender mit Bibelversen für jeden Tag der Vorweihnachtszeit. Der Gottesdienst am Heiligen Abend ist ebenfalls wichtig. Wir besuchen einen Gottesdienst bei Kerzenlicht und singen Weihnachtslieder.
Ja, wir haben etwas Zeit, um über die Geburt von Jesus Christus und seiner Liebe zu uns nachzudenken.
Ich mag es einfach, mit der ganzen Familie zusammen zu sein, gut zu essen und ihre Gesellschaft zu genießen. Das ist für mich das größte Geschenk.
Ein Geschenk, das mit Geist und Liebe ausgesucht wurde, ist eine schöne Idee.
Eines meiner Lieblingsgeschenke für denjenigen, der das Weihnachtsfest ausrichtet, sind Lindt-Schokoladentrüffel und eine Flasche Beaujolais Nouveau – ein Wein, der jeden Winter auf den Markt kommt.
Normalerweise verschenken wir Kleidung oder kleine Souvenirs. Aber ein elektronisches Geschenk ist immer willkommen.
Falls ihr eure Weihnachtsgeschenke noch nicht eingepackt haben solltet, dann schaut euch doch mal unseren anderen Artikel zum Leitthema der 4. Ausgabe des Mosaics in 2021 an. Hier haben wir eine nachhaltige Verpackungsideen zusammengestellt. Den Link dazu findet ihr unten auf der Seite.
Wir wünschen allen ein frohes Fest, Frohe Weihnachten und schöne Feiertage.
Eichstätter Straße 49
92339 Beilngries
Deutschland