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Gute Chancen in einer riesigen Region

18.10.2006 Industrie und Handel gewinnen in der Russischen Föderation und der Ukraine zunehmend an Fahrt. Mit der wachsenden Wirtschaft wächst auch die Standortorganisation von Bühler in Moskau. Die Russische Föderation und die Ukraine haben sich in den letzten Jahren wirtschaftlich positiv entwickelt. Eine grosse Dynamik und Aufbruchstimmung hat beide Länder erfasst. Mit dem Wachstum entsteht Wohlstand und dieser wiederum steigert den Bedarf an industriell gefertigten Gütern. Ein neues Unternehmertum hat die Regeln der Marktwirtschaft umgesetzt und investiert in modernste Produktionsanlagen. Also genau die richtigen Voraussetzungen für Bühler.

Lange Bühler Tradition
Die Tätigkeit von Bühler in Russland und der Ukraine begann bereits zur Zarenzeit. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts waren 1800 Müllereiwalzenstühle aus Uzwil in allen Teilen des grossen Reichs – auch im weit entfernten Sibirien – installiert. Nach der Oktoberrevolution im Jahr 1917 flachten dann aber die wirtschaftlichen Aktivitäten von Bühler im neuen sozialistischen Riesenland ab. Erst in den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts nahmen dann sowjetische Regierungsvertreter Kontakte zu Bühler auf. In der Folge wurden über 80 Anlagen, in erster Linie für die Getreide verarbeitende Industrie, verkauft und in Betrieb gesetzt.

Eigenes Büro in Moskau
Seit dem Zerfall des Sowjetreiches und der weiteren Öffnung des Marktes ist Bühler mit einem eigenen Büro in Moskau vertreten. Die Organisation SAS (Sales and Services) Bühler Moskau wächst mit dem Markt und beschäftigt aktuell 23 Personen. Das Bühler Büro in Moskau ist verantwortlich für die Märkte in Russland, der Ukraine, Moldawien und Weissrussland. Diese Region erstreckt sich über 11 Zeitzonen von der Ostsee bis an die Küsten Japans. Im Gebiet der SAS Bühler Moskau leben hier insgesamt über 200 Millionen Menschen.
Seit Anfang 2005 leitet Markus Vontobel die Vertretung. Vontobel ist seit 1978 bei Bühler beschäftigt. 1992 wurde er in das chinesische Büro in Beijing delegiert. Von 2000 bis 2005 hatte er die Leitung der Bühler Niederlassung in Hongkong.

Ein Markt für alle Bühler Bereiche
In Russland und der Ukraine gibt es neben der traditionellen Weizenmüllerei eine bedeutende Teigwarenproduktion. Allein im letzten Jahr wurden drei Teigwarenprojekte realisiert und in diesem Jahr bereits zwei. Aber auch Schokolade war schon seit Beginn der industriellen Schokoladeproduktion heiss begehrt in der Bevölkerung. Die Russische Föderation stellt heute einen der wichtigsten Schokolademärkte dar. Auch die bekannte Schokoladenfabrik «Roter Oktober» mitten im Zentrum Moskaus gehört zu den langjährigen Bühler Kunden.
Der Markt für Grain Handling (Getreideförderanlagen) ist im Umbruch. Die letzten Hafenterminals wurden von Bühler noch zur Sowjetzeit geliefert. Jetzt verstärkt sich das Interesse an Investitionen infolge des gesteigerten Weizenexports von Russland und der Ukraine. Auch der Einsatz modernster Futtermitteltechnologie erfreut sich vermehrter Nachfrage (siehe Diagramm 143). Der Bühler Geschäftsbereich Sortex (optische Sortieranlagen) hat die Werbung und die redaktionellen Beiträge in russischen Fachzeitschriften intensiviert. Auch hier zeigen sich Erfolge, insbesondere für die Sortierung von Nüssen und Pinienkernen.
Mit dem wirtschaftlichen Wachstum und dem Anspruch an höhere Qualität wurden auch andere Bühler Bereiche für Russland und die Ukraine interessant, beispielsweise die Brauerei/Mälzerei, die verschiedene Grossprojekte realisiert hat, aber auch der Bereich Druckguss mit zwei verkauften Anlagen.

Bühler Moskau ist gut gerüstet
Das Büro Moskau und das Zweigbüro in Irkutsk in Sibirien sind verlängerte Arme der Bühler Gruppe. Die Mitarbeiter sind kompetente Ansprechpartner der Bühler Kunden. Sie kennen die lokalen Bedürfnisse, die Märkte, die Kulturen. Geliefert werden die Produkte aus der Schweiz oder, wenn es die Bereiche Reis und Brauerei/Mälzerei betrifft, aus Deutschland. Unter der Aufsicht erfahrener Bühler Projektleiter wird die Montage in der Regel von lokalen Monteuren durchgeführt. Der Service in den Bereichen Schokolade und Teigwaren wird durch Techniker des Büros Moskau gewährleistet.
Um den wachsenden Markt in der Ukraine noch besser bearbeiten zu können, wird Bühler noch im Jahr 2006 in Kiew ein eigenes Büro Kiew eröffnen. Markus Vontobel hat sich und seiner Mannschaft anspruchsvolle Ziele gesetzt: «Der russische Markt verlangt schnelle Reaktionszeiten, eine kompetente Beratung und den Ausbau des Service.» Das Marktpotenzial wächst. Bühler ist mit seiner Organisation in Moskau dafür gut gerüstet.

Lange Fahrt
Die Ukraine ist flächenmässig das zweitgrösste Land Europas und beheimatet über 50 Millionen Menschen. Bühler sieht hier weitere Wachstumsmöglichkeiten und eröffnet noch dieses Jahr ein Büro in der Hauptstadt Kiew. Ivan Nevmerzhytsky wird die dortige Leitung übernehmen. Der 32-jährige Nevmerzhytsky kam Anfang 1998 zu Bühler Moskau, zunächst als Techniker für den Schokoladebereich. Seit einem Jahr ist er jetzt für den Verkauf in der Ukraine verantwortlich. Sein Vorteil ist, dass er Ukrainer ist und neben Ukrainisch auch Russisch und Deutsch spricht. Er möchte näher beim Kunden sein. Dies ist von Moskau aus nicht sehr leicht. Sein bislang grösster Erfolg ist ein ukrainischer Grossauftrag im vergangenen Jahr, den Nevmerzhytsky gegen starke Konkurrenz geholt hatte. «Wir reagierten schnell und konnten eine komplette Linie vom Rohprodukt bis zur fertigen Ware anbieten. Dazu haben wir die Laborentwicklungen zusammen mit dem Kunden in Uzwil gemacht.»

Das Büroteam von Markus Vontobel (Zweiter von rechts). Ivan Nevmerzhytsky (hinten Mitte) übernimmt die Leitung des neuen Büros in Kiew. Das Büroteam von Markus Vontobel (Zweiter von rechts). Ivan Nevmerzhytsky (hinten Mitte) übernimmt die Leitung des neuen Büros in Kiew.

Kontakt

Corporate Communications media@buhlergroup.com