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Nachricht von einem Ingenieurskollegen in Österreich

Ein Bild erwacht zum Leben

Hans-Jürgen Wappel ist Teamleiter im Projektengineering bei Bühler im österreichischen Leobendorf und arbeitet seit 26 Jahren für das Unternehmen. Seine Neugier brachte ihn zum Ingenieurswesen, und er sagt, am zufriedensten sei er, wenn er sehe, wie das Projekt, an dem er arbeite, in der Werkstatt zum Leben erwache.

  

Hans-Jürgen ist im Osten Österreichs aufgewachsen und hat an einer Hochschule in der Nähe von Wien Fahrzeugtechnik studiert. Im Januar 1995 trat er bei Bühler im österreichischen Leobendorf im Maschinenbau ein. Er hatte die Möglichkeit, bei einer Tochtergesellschaft in Richmond, Virginia, zu arbeiten und verbrachte fast sechs Jahre in den USA. Im Jahr 2002 kehrte er nach Leobendorf zurück und übernahm das Projektmanagement. Heute arbeitet er in der Prozesstechnik, wo er den Grosskunden Nestlé in Bezug auf Waffeln auf der technischen Seite betreut, und er leitet den nachgelagerten C2C-Prozess (Customer to Customer) im Bereich Maschinenbau.

Sehen, wie ein Bild zum Leben erwacht

Er unterstützt den Vertrieb und kümmert sich um die Kundenbedürfnisse, aber Jürgen sagt, dass seine Arbeit eigentlich darin bestehe, etwas zu kreieren, es vom Papier auf die tatsächliche Ausrüstung zu übertragen. Der schönste Teil seiner Arbeit als Ingenieur ist es, zu sehen, wie ein Bild zum Leben erweckt wird. «Da ist eine Idee, man bringt sie zu Papier und dann sieht man sie in der Werkstatt, wie sie etwas produziert. Der Weg von der Idee bis zum fertigen Gerät, das vom Kunden abgesegnet wurde, ist sehr interessant und es kann sehr befriedigend sein, wenn man sieht, wie die Dinge endlich voll funktionieren.»

Der Weg von der Idee bis zum fertigen Gerät, das vom Kunden abgesegnet wurde, ist sehr interessant und es kann sehr befriedigend sein, wenn man sieht, dass die Dinge endlich voll funktionieren.

Hans-Jürgen Wappel,
Teamleiter Projektengineering bei Bühler Leobendorf

Traumjob

Es ist Jürgens Traumjob. Er sagt, seine natürliche Neugier habe ihn in zur Technik gebracht. «Es interessiert mich, wie Maschinen funktionieren. Ich war schon immer neugierig auf Maschinen. Das fing an, als ich noch sehr jung war, und es treibt mich noch heute um», fügt Jürgen hinzu.

Dieser natürlichen Neugier verdankt Jürgen auch eine Privatpilotenlizenz. Er fliegt nicht mehr so oft wie früher, aber es ist, wie er sagt, immer noch eine seiner Lieblingsbeschäftigungen. An seinen ersten Alleinflug kann er sich noch gut erinnern. Jürgen musste für diesen Flug hart trainieren und sagt, es war ein intensiver Moment. «Du bist dort ganz allein. Du beschleunigst das Flugzeug auf der Startbahn, und sobald du in der Luft bist, gibt es kein Halten mehr. Von diesem Moment an hängt es nur noch von deinen Fähigkeiten ab, das Flugzeug und dich selbst wieder heil auf die Landebahn zu bringen. Das ist ein ziemlich stressiger, intensiver Moment.»

Jürgen Wappel vor dem Gebäude bei Bühler Leobendorf. Jürgen Wappel vor dem Gebäude bei Bühler Leobendorf. Jürgen Wappel vor dem Gebäude bei Bühler Leobendorf.

  

 

Teamarbeit ist unerlässlich

Glücklicherweise hat Jürgen nicht allzu viele ähnlich stressige Situationen bei der Arbeit, denn er hat die volle Unterstützung seiner Kollegen. Für ihn ist Teamarbeit in der Technik unerlässlich. «Ich bin davon überzeugt, dass wir alle zusammen auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten, nämlich dafür zu sorgen, dass ein Kunde gerne wiederkommt. Wenn es um die Technik geht, ist es meiner Meinung nach wichtig, sich entsprechend vorzubereiten. Es gibt Anforderungen und spezielle Qualitätswünsche der Kunden, die alle in Stahl umgesetzt werden sollen», erklärt Jürgen. «Das ist glaube ich das Herausfordernde am Engineering. Aber mit der Unterstützung und dem Know-how aller Kollegen auf der ganzen Welt, kombiniert mit der Neugier auf technische Dinge, lohnt es sich.» 

Ich bin davon überzeugt, dass wir alle zusammen auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten, nämlich dafür zu sorgen, dass ein Kunde gerne wiederkommt.

Hans-Jürgen Wappel,
Teamleiter Projektengineering bei Bühler Leobendorf

Freuden und Herausforderungen der Technik

Aber wie jeder Beruf hat auch das Ingenieurwesen seine Herausforderungen. Jürgen erklärt, dass die typischen Hürden darin bestehen, enge Projekt- und Entwicklungszeitpläne einzuhalten und Kostenziele zu erfüllen, während man oft mit schwierigen Anforderungen konfrontiert wird, die sich aus den unterschiedlichen Hygiene- oder Sicherheitsstandards ergeben, die an den Kundenstandorten aufgrund ihrer manchmal einzigartigen Normen gelten. 

«Eine Lösung zu präsentieren, um die vertraglich vereinbarte hohe Maschinenleistung zu erreichen, während man mit unterschiedlichen oder schwierigen Teig- und Cremerezepten oder Rohstoffen konfrontiert wird, kann auch anspruchsvoll sein», erklärt Jürgen. Aber er ist immer für eine Herausforderung zu haben. 

An einem typischen Arbeitstag kümmert sich Jürgen zusammen mit seinen Kollegen um die Kapazitätsplanung. Ausserdem beantwortet er oft technische Fragen aus verschiedenen Abteilungen und kümmert sich um technische Probleme, wenn es welche gibt. Und wenn es um die Verfahrenstechnik geht, informiert er sich über die Kundenspezifikationen und erstellt Layouts und Angebote.

Für Jürgen ist der Beruf des Ingenieurs zutiefst befriedigend und interessant. Er sagt, dass er beruflich nichts anderes machen würde, dass er am richtigen Platz sei und das tue, was er wolle und was ihm Spass mache.

Jürgen Wappel beim Interview. Jürgen Wappel beim Interview. Jürgen Wappel beim Interview.
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