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Freizeitaktivität mit Sinn

Ein Waisenhaus in Tansania 🎞️

Marianne Neuweiler-Walder ist technische kaufmännische Angestellte bei Bühler in Uzwil. In ihrer Freizeit hilft die gelernte Spielgruppenleiterin mit, ein Waisenhaus in Tansania aufzubauen und weiterzuentwickeln. Geplant ist, das Projekt mit einer Schule, einem Wohnheim für die Kinder, einer kleinen Klinik und einem Begegnungscenter für die lokale Bevölkerung zu erweitern.

  

Als die Kollegin von Marianne Neuweiler ihr das erste Mal von ihrem Waisenhaus in Tansania erzählte, dachte sie: «Schon wieder so jemand, der sich mit wohltätiger Arbeit selbst verwirklichen will.» Doch inzwischen ist Marianne selber Feuer und Flamme dafür. Während ihrer Ferien im Herbst 2021 besuchte sie mit ihrem Partner das Waisenhaus in Tansania, welches aktuell als Halbtagesschule geführt wird. Seither engagieren sie sich beide dafür. «Ich war beindruckt davon, wie schnell mit der finanziellen Unterstützung aus einer «Bauruine» ein wohnliches Gebäude für die Kinder entstand», erzählt Marianne. Seither reist sie mindestens einmal pro Jahr nach Tansania und bringt prallgefüllte Koffer mit Kinderkleidern, Schuhen und Bouillon aus der Schweiz mit – Bouillon sei besonders teuer in Tansania und nur schwer zu bekommen. An Kleiderspenden zu kommen, sei in der Schweiz zwar einfach, aber der Transport bringe hohe Kosten mit sich. Da Zusatzgepäck teuer ist, werden viele Kleider auch vor Ort auf Kleidermärkten eingekauft – und alles was sonst noch benötigt wird. 

Impressionen vom Waisenhaus

Der Verein «Enjivai Orphanage Tansania» und wie alles begann

Marianne Neuweiler reist mit viel Gepäck. Marianne Neuweiler reist mit viel Gepäck. Marianne Neuweiler reist mit viel Gepäck.

Mariannes Kollegin Rita Strasser, die Präsidentin des Vereins, ist Pflegefachfrau und lernte den Besitzer des Waisenhauses bei einem Auslandeinsatz 2019 in Tansania kennen. Schnell war für sie klar, dass dieses Waisenhaus Unterstützung braucht, und sie gründete dafür einen Verein in der Schweiz. Seitdem sammelt sie fleissig Geldspenden und reist viermal pro Jahr nach Tansania. Sie versorgt die Kinder medizinisch, unterstützt die Angestellten bei ihren Aufgaben und treibt das Projekt weiter voran. Nur durch gesammelte Spenden des Vereins kann das Waisenhaus betrieben werden. Die monatlichen Kosten belaufen sich auf rund CHF 800.- Mit diesem Betrag wird zumindest das Notwendigste finanziert. Geführt wird das Waisenhaus von Ishumael Dominick Mollel. Er ist in Arusha geboren und aufgewachsen. «Viele Kinder in meiner Nachbarschaft sind sozial benachteiligt und bekommen nie die Möglichkeit eine gute Schulbildung zu erhalten. So reifte die Idee, ein Waisenhaus zu eröffnen, um den Waisenkindern in meiner Region ein Zuhause zu geben und eine gute Bildung zu ermöglichen», sagt er. Für den Bau des Hauses nutze er all seine Ersparnisse. Das Waisenhaus wird seit 2018 betrieben und besitzt eine offizielle Registration der Regierung. 

Schule mit Wohnhaus

Aktuell kommen Kinder zwischen zwei und sechs Jahren in die Schule im Waisenhaus. Sie werden einen halben Tag unterrichtet. Dazu gehören auch die Ernährung und medizinische Betreuung. Ebenso organisiert das Team Kleider oder Schuhe für alle nach Bedarf. Die meisten Kinder sind Waisen oder Halbwaisen und wohnen bei Verwandten oder bei einem noch vorhandenen Elternteil. «Da diese Wohnsituationen meist weit entfernt vom Ideal sind und nicht ausreichend für die Kinder gesorgt werden kann, möchten wir ihnen ermöglichen, bei uns zu leben», sagt Marianne. «Das öffentliche Schulsystem in Tansania bietet keine gute Schulbildung an. Auch hier möchten wir anknüpfen und ihnen mit einer eigenen Schule eine gute Ausbildung ermöglichen.» Um diese Pläne weiter voranzutreiben, hat das Team vor kurzem im Quartier ein grösseres Stück Land erworben. Im nächsten Schritt soll dort eine Schule und ein Wohnhaus für die Kinder entstehen. «Viele der Kinder haben grosses Potenzial und wir hoffen ihnen mit einer guten Schulbildung eine erfolgreiche Zukunft ermöglichen zu können.»

Ein kleiner Sonnenschein. Ein kleiner Sonnenschein. Ein kleiner Sonnenschein.

Möchtest du mehr über das Projekt in Tansania erfahren?

Yoga im Waisenhaus mit unserem Yogalehrer.

Mit wenig zufrieden

«Es fehlt hier wirklich an allem. Oft bekommen die Kinder nur die eine warme Mahlzeit, die wir am Mittag anbieten. Schuhe werden zum Teil einfach vorne aufgeschnitten, wenn sie zu klein werden. Spielsachen besitzen die Kinder keine», sagt Marianne. «Dass die Kinder trotzdem eine solche Lebensfreude ausstrahlen und für jede Kleinigkeit dankbar sind, das berührt mich und macht mich aber auch nachdenklich.» Inspiriert hat Marianne auch die Geschichte «Beanies von USA nach Afrika» aus der letzten Mosaic-Ausgabe. Da es in Tansania oft kühl ist am Morgen, sind Mützen ein willkommenes Geschenk. Eine Kollegin von Marianne hatte daraufhin angeboten, ihr ebenfalls Beanies zu stricken. Diese sind bereits fertig und warten in Mariannes gepackten Koffern auf ihren Einsatz. Zurzeit ist Marianne nämlich gerade wieder unterwegs nach Tansania.

 

Draussen spielen mit Besuchern ist toll. Draussen spielen mit Besuchern ist toll. Draussen spielen mit Besuchern ist toll.
Die Kinder lieben Besucher. Die Kinder lieben Besucher. Die Kinder lieben Besucher.

Wohltätigkeitsinitiative von Gen B

Bist du auf der Suche nach einer sinnvollen Wohltätigkeitsorganisation, die du unterstützen kannst? Oder hast du deine eigene Wohltätigkeitsorganisation, die Hilfe braucht? Dann schau dir die Gen B Wohltätigkeitseite auf B-World an. 

Unser Ziel ist es, den Wandel voranzutreiben, indem wir eine globale Plattform aufbauen, auf der wir alle wohltätigen Aktivitäten unserer Mitarbeitenden miteinander verbinden und uns gegenseitig aktiv unterstützen. Auf diese Weise können wir den Gemeinschaften, die unser Unternehmen unterstützen, noch effektiver etwas zurückgeben, indem wir bewährte Verfahren und Fachwissen austauschen und Hilferufe an jene weiterleiten, die helfen können. Dies ist von entscheidender Bedeutung, denn bis das System grundlegend geändert wird und die Welt nicht mehr von Ungleichheit und Ungerechtigkeit geprägt ist, müssen wir versuchen, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um zu helfen. Diese Plattform ist dazu da, dies zu unterstützen.

Max Vögtli,
Global Generation B Lead

Über Generation B

Generation B (Gen B) ist ein globales Netzwerk von engagierten und motivierten Mitarbeitenden von Bühler. Wir organisieren Veranstaltungen und Networking-Möglichkeiten für unsere Mitarbeitenden, damit sie Mitarbeitende aus dem ganzen Unternehmen und der ganzen Welt kennenlernen können. Über Generation B können unsere Mitarbeitenden in allen möglichen Bereichen, die ihnen am Herzen liegen, mitarbeiten oder Projekte starten – vom Kampf gegen die Klimakrise über technische Herausforderungen bis hin zu gemeinnützigen Initiativen. 

Schau dir das Video über den Unterricht im Waisenhaus an.

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