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Lars Sommer

Zwischen Spitzensport und Lehrabschluss

Der auszubildende Konstrukteur Lars Sommer nahm Anfang Jahr an der Radquer-Weltmeisterschaft in den USA teil. Gemeinsam mit seinem älteren Bruder Jan sowie fünf weiteren Athleten der Nationalmannschaft von Swiss Cycling reiste er in die Kleinstadt Fayetteville in North Carolina. Dort erreichte Lars als einer der jüngsten Teilnehmer einen soliden 27. Rang.

  

Nach seinen Erfolgen in Europa flog Lars das erste Mal für ein Rennen nach Übersee. Der junge Konstrukteur trat die Reise gemeinsam mit seinem älteren Bruder Jan an, welcher sich ebenfalls für die WM qualifiziert hatte. «Damit uns Corona keinen Strich durch die Rechnung machen konnte, haben wir unsere Kontakte vor dem Abflug in die Staaten auf das Minimum reduziert. Wir waren unglaublich erleichtert, als unsere PCR-Tests am Flughafen negativ ausfielen», erzählt Lars.

Was ist Radquer?

Radquer, auch Cyclocross genannt, ist eine Disziplin des Radsports. Die Sportart wird hauptsächlich im Herbst und Winter ausgetragen. Die Streckenschlaufe befindet sich auf unbefestigtem Gelände und wird von den Fahrerinnen und Fahrern mehrfach zurückgelegt. Das stabile Rennrad wird mit gebogenen Rennlenker und ohne Federung gefahren.

Seite an Seite ins Rennen

Seit Kindestagen ist sein älterer Bruder ein Idol für Lars. Konkurrenzdenken kommt bei den Sommer Brothers aus Andwil nicht auf. Obwohl die beiden Brüder in derselben Kategorie fahren. Sie sehen sich als Team und teilen ihre Erfolge. So überraschte es auch nicht, dass die beiden das Rennen in Fayetteville, North Carolina Seite an Seite meisterten. Sie starteten zusammen in einer Gruppe in den hinteren Rängen. «Nach den vielen Geisterrennen in den letzten Monaten war der Zuschaueransturm bei der Radquer-Weltmeisterschaft gross. Die Menschen standen am Streckenrand und jubelten uns zu. Die Stimmung war grandios und gab uns beiden viel positive Energie», erinnert sich Lars.

 

Die Zuschauer in Fayetteville, North Carolina gaben Lars und Jan Sommer einen zusätzlichen Schub. Die Zuschauer in Fayetteville, North Carolina gaben Lars und Jan Sommer einen zusätzlichen Schub. Die Zuschauer in Fayetteville, North Carolina gaben Lars und Jan Sommer einen zusätzlichen Schub.

 

Das gefahrene Tempo der Strecke war hoch, genauso wie das Niveau. Nach einem Sturz in der letzten Runde blieben die beiden Brüder gelassen. Sie bogen die Lenkstange gerade, henkten die Fahrradkette wieder ein und fuhren das Rennen zu Ende. Kurz vor Schluss besiegten sie zwei Fahrer aus den USA im Sprint und kamen schliesslich nacheinander im Ziel an. Jan erreichte den 26. und Lars den 27. Rang.

Die Strecke war sehr trocken, wie in der Wüste. Es war klar, dass es ein schnelles Rennen geben würde und es schwierig sein wird, Positionen gut zu machen. Ich fuhr ohne Rang-Ziel im Kopf. Mit meinem Resultat bin ich zufrieden. Es gibt im Nachhinein nichts, dass ich unversucht liess oder hätte besser machen können.

Lars Sommer,
Konstrukteur im 4. Lehrjahr

Die WM in Fayetteville war für Lars ein gelungener Abschluss der Radquer-Saison. Zeit auszuruhen, bliebt dem jungen Lernenden nicht. Während die Vorbereitungen für den Lehrabschluss als Konstrukteur EFZ auf Hochtouren laufen, startet Lars in die Mountainbike-Saison. Beinahe jedes Wochenende sitzt er auf dem Bike und fährt Elite-Rennen.

Impressionen von Lars und Jan Sommer’s Auftritt an der Radquer-Weltmeisterschaft in Fayetteville/USA.

Berufslehre und Spitzensport

Unter der Woche arbeitet Lars im Bereich Value Nutrition bei Bühler. Im Sommer schliesst er seine Lehre als Konstrukteur EFZ ab. Die Sport-Lehre bei Bühler ermöglicht dem jungen Athleten, während der Lehrzeit Spitzensport zu betreiben. Seine Kolleginnen und Kollegen bei der Arbeit sowie die Mitlernenden unterstützen Lars. Sie fiebern bei den Wettkämpfen mit ihm mit. Durch die Sport-Lehre bei Bühler fällt es Lars leichter, Sport und Lehre unter einen Hut zu bringen. Gegenüber seinen sportlichen Absenzen sind die Firma sowie die Berufsfachschule kulant.

Was ist die Sport-Lehre bei Bühler?

Derzeit bildet Bühler 18 Sport-Lernende in fünf Berufen aus. 18 junge Menschen vertreten neun Sportarten: Unihockey, Kunstturnen, Mountainbike/Radquer, Fussball, Judo, Eishockey, Wasserball, Schwimmen und Handball. Alle Lernenden in der Sport-Lehre besitzen eine Swiss Olympic Talent Card oder glänzen an der regionalen Spitze.

 

Die Lernenden in der Sport-Lehre auf dem Dach des CUBIC Innovationscampus. Die Lernenden in der Sport-Lehre auf dem Dach des CUBIC Innovationscampus. Die Lernenden in der Sport-Lehre auf dem Dach des CUBIC Innovationscampus.

Der nächste Sommer Brother startet bald bei Bühler

Während Lars seine Lehre bald abschliesst, freut sich das Bühler Berufsbildungsteam auf den nächsten Sommer Brother. Der jüngste im Bunde, Sven, beginnt im August die Sport-Lehre bei Bühler. Auch er betreibt Radsport. Sven ist U17 Schweizer Meister im Radquer und strebt grosse Ziele an. Seinem kleinen Bruder rät Lars, weder Sport noch Lehre zu vernachlässigen. «Als junger Sportler oder Sportlerin soll man nicht zu früh zu viel wollen. Es soll stets Entwicklungspotenzial vorhanden sein», sagt Lars – mit dieser Einstellung ist er zweifelsohne erfolgreich unterwegs.

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