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Weitgereiste Mützen und Schals

Wie 75 Strickmützen von Kalifornien nach Südafrika gelangten

Im Juli 2021 waren 75 Strickmützen und eine Handvoll Schals an Bord eines Flugzeugs von Los Angeles nach Zürich unterwegs. Doch das war erst der Anfang ihres Abenteuers. Von dort aus ging es weiter nach Uzwil, wo sie einem Kollegen übergeben wurden, der sie an ihren endgültigen Bestimmungsort – Johannesburg, Südafrika – brachte. 

 

Teil 1: Ihr fragt euch sicher, warum diese Mützen und Schals diese lange Reise gemacht haben.

Alles begann mit einer inspirierenden Geschichte von Mosaic Online, die unsere Kollegen aus Südafrika erzählt haben. Gemeinsam mit der Sizakele Foundation, einer gemeinnützigen Organisation, hatten sie eine Osteraktion organisiert, um warme Kleidung, Strickmützen und Schals für das Waisenhaus Lighthouse Baby Shelter zu spenden. Das Heim ist ausschliesslich auf öffentliche Spenden für Kinder im Alter von 9 Monaten bis 16 Jahren angewiesen und freut sich über warme Kleider und andere Vorräte für die Wintermonate. 

Ich habe gelesen, was unsere Kollegen in Südafrika für dieses Kinderheim getan haben, und wollte helfen, ähnliche Initiativen mit noch mehr liebevoll handgefertigter Strickware zu unterstützen. Das einzige Problem: Ich kann nicht stricken. Zum Glück habe ich eine gute Quelle für Qualitätsstrickwaren in Palm Springs, Kalifornien – meine Mutter, ein wahres Strickwunder.

 

Michele übergibt die handgefertigten Mützen an Harry Bloechlinger, Geschäftsführer der Region Südafrika. Michele übergibt die handgefertigten Mützen an Harry Bloechlinger, Geschäftsführer der Region Südafrika. Michele übergibt die handgefertigten Mützen an Harry Bloechlinger, Geschäftsführer der Region Südafrika.
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Fakten

75
Strickmützen
Mützen in vielen Farben wurden sowohl für Kinder als auch für Erwachsene hergestellt.
16 500
Kilometer
Diese Strecke haben die Mützen von Palm Springs, Kalifornien, ins schweizerische Uzwil und schliesslich nach Johannesburg in Südafrika zurückgelegt.
25
Mützen für Erwachsene
Ein Drittel der Mützen wurde an Caro House gespendet, ein Wohnheim für Krankenschwestern im Ruhestand.

Ein WhatsApp-Anruf und der Deal war besiegelt

Auf dem Heimweg von der Arbeit rief ich als erstes meine Mutter an. Ich fragte sie, ob sie wieder Mützen für wohltätige Zwecke gestrickt habe – und das hatte sie. Sie strickt abends, während sie mit meinem Vater fernsieht. Das Stricken fällt ihr leicht; sie kann fernsehen und muss beim Stricken nur selten auf ihre Hände schauen. Sie braucht keine Muster, denn die sind irgendwie in ihrem Muskelgedächtnis verankert, sie strickt ja seit ihrer Kindheit. Das Stricken hat sie von meiner Urgrossmutter gelernt, die Schneiderin in Zürich, Schweiz, war.

In den letzten vier Jahren hat meine Mutter ihr Hobby, das Stricken, für einen guten Zweck eingesetzt, hauptsächlich für die Kinderkrebsstation eines nahegelegenen Krankenhauses in Palm Springs. Bislang hat sie über 350 Mützen gestrickt und dem Krankenhaus gespendet, die alle mit hypoallergenem Waschmittel gewaschen und einzeln verpackt wurden, bevor sie der Stationsleiterin übergeben wurden. Leider konnte das Krankenhaus in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 und Anfang 2021 aufgrund der sehr strikten Covid-Beschränkungen keine solchen Spenden mehr annehmen, aber meine Mutter strickte weiter für künftige Lieferungen. Meine Mutter sagte, sie würde die 75 Mützen, die sie gestrickt hatte, gerne für einen guten Zweck in Südafrika spenden.

Harry ist glücklich über den Schatz, den er zu Bühler in Johannesburg bringen kann. Harry ist glücklich über den Schatz, den er zu Bühler in Johannesburg bringen kann. Harry ist glücklich über den Schatz, den er zu Bühler in Johannesburg bringen kann.

Als Zweites rief ich die Marketingexpertin Taryn Browne bei Bühler in Südafrika an, da sie und ihre Kollegen einige Male im Jahr Spendenaktionen für verschiedene Zwecke organisieren. Sie sagte, sie würde gerne dafür sorgen, dass die Mützen nicht nur an Kinderorganisationen, sondern auch an Altenheime gehen, die sich ebenfalls über Unterstützung freuten, besonders in den Wintermonaten von Juni bis August.

 

Harry übergibt die Mützen und Schals an Taryn Browne. Harry übergibt die Mützen und Schals an Taryn Browne. Harry übergibt die Mützen und Schals an Taryn Browne.

Wie bekommt man die Mützen nach Südafrika?

Die Mützen nach Südafrika zu bringen war einfach – viel einfacher als sie zu stricken. Nachdem ich im Juni 2021 meine zweite Covid-19-Impfung erhalten hatte, konnte ich endlich wieder in die USA fliegen und meine Eltern sehen, nachdem ich 17 lange Monate nicht reisen konnte. Am Ende meines wunderbaren zweiwöchigen Besuchs verpackten meine Mutter und ich die Mützen in einen Vakuumbeutel und verstauten sie im Koffer. Nach einem elfstündigen Flug landeten die Mützen und ich an einem sonnigen Samstag in Zürich.

Am folgenden Montagmorgen fuhren die Mützen mit mir zur Arbeit nach Uzwil, wo wir von Harry Bloechlinger, dem Geschäftsführer der Region Südafrika, empfangen wurden. Unser Timing war perfekt. Harry war geschäftlich für eine Woche in Uzwil und würde die Mützen zu Taryn ins Büro von Bühler in Johannesburg bringen.

Taryn erzählt nun die zweite Hälfte dieser Geschichte.

 

Taryn sortiert die Mützen – die grösseren für Erwachsene, die kleineren für Kinder. Taryn sortiert die Mützen – die grösseren für Erwachsene, die kleineren für Kinder. Taryn sortiert die Mützen – die grösseren für Erwachsene, die kleineren für Kinder.

Teil 2: Die Mützen kommen in Johannesburg an

Anfang August kam Harry mit einer grossen Tasche ins Büro, die voller wunderschöner gestrickter Mützen und Schals war. Was für eine schöne Überraschung, beim Öffnen der Tasche so viele leuchtende und fröhliche Farben zu sehen! Jede Mütze und jeder Schal war ein Unikat, und jedes einzelne Teil war mit viel Liebe und Geduld gestrickt worden.

Wir unterstützen drei Wohltätigkeitsorganisationen in Südafrika, nämlich das Caro House Altenheim für pensionierte Krankenschwestern, das Lighthouse Baby Shelter und die Intelligent Kids Day Care. Wir wollten diese schönen Mützen und Schals an alle drei Einrichtungen verteilen.

Taryn und ihre Kollegin, die Praktikantin für Automatisierungstechnik, Kaya Mxenge (im Bild), übergeben 25 Mützen und 15 Schals an Caro House. Taryn und ihre Kollegin, die Praktikantin für Automatisierungstechnik, Kaya Mxenge (im Bild), übergeben 25 Mützen und 15 Schals an Caro House. Taryn und ihre Kollegin, die Praktikantin für Automatisierungstechnik, Kaya Mxenge (im Bild), übergeben 25 Mützen und 15 Schals an Caro House.

Am 8. September 2021, einem regnerischen und kühlen Tag, übergaben Kaya Mxenge und ich 25 Mützen und 15 Schals an das Caro House. Ein so grosses Lächeln hatte ich auf dem Gesicht der Oberin noch selten gesehen, wie das, als sie die Strickwaren sah. Sie erklärte uns, dass die älteren Menschen sehr empfindlich auf die Kälte sind und selbst in den Sommermonaten abends Mützen und Schals tragen. Im Wissen, dass diese schönen Mützen und Schals ein besonderes Zuhause in Südafrika gefunden haben, gingen wir glücklichen Herzens nach Hause.

Die restlichen Mützen sind viel kleiner und eignen sich perfekt für die Kinder im Baby Shelter und in der Schule. Jetzt ist es hier Hochsommer und wir würden sie lieber abgeben, wenn der Winter kommt und sie gebraucht werden.

Wir werden an der Geschichte der reisenden Mützen und Schals in den nächsten Monaten weiterstricken, und euch auf jeden Fall über die Lieferung an das Baby Shelter und die Schule auf dem Laufenden halten.

Ein besonderer Dank geht an Micheles Mutter, die ihre Zeit und ihr Herz dem Stricken dieser wunderschönen Mützen und Schals widmet, was sowohl wir als auch die Empfänger sehr zu schätzen wissen. Um es mit Scott Adams zu sagen: «Es gibt keine kleinen guten Taten. Jede gute Tat erzeugt eine Welle, die kein absehbares Ende hat.»

 

Kaya trifft die Oberin des Caro House, die die Spende für die dort lebenden pensionierten Krankenschwestern gerne entgegennimmt. Kaya trifft die Oberin des Caro House, die die Spende für die dort lebenden pensionierten Krankenschwestern gerne entgegennimmt. Kaya trifft die Oberin des Caro House, die die Spende für die dort lebenden pensionierten Krankenschwestern gerne entgegennimmt.