-
Lebensmittel, Futtermittel und SüsswarenAdvanced materials
-
Lösungen
Lebensmittel, Futtermittel und SüsswarenAdvanced materials
- Serviceleistungen
- Inspiration
- Neuigkeiten
- Karrieren
- Über uns
In der Turnhalle Gais, AR reiht sich an der Eröffnungsfeier der Freizeitarbeiten ein Unikat ans nächste: Eine massive Werkbank, ein gemütlicher Sessel, ein beeindruckender Pizzaofen, ein aufwendig gefertigter HotPot und viele weitere Werke ziehen die Blicke auf sich. Dazwischen stehen 18 Lernende von Bühler Appenzell. Sie sind sichtbar stolz auf das, was sie mit eigenen Händen geschaffen haben. Ihre Projekte zeigen eindrücklich, welches Potenzial im Beruf Anlagen- und Apparatebauer: in EFZ steckt.
Karin Hämmerle, Juni 2026
Freizeitarbeiten verlangen Zeit, Geduld und intensive Begleitung. Gerade im ersten Lehrjahr gleicht der Weg zum fertigen Werkstück oft einer Entdeckungsreise: Auf eine erste Idee folgen Skizzen, daraus entstehen neue Überlegungen und mit jeder gelösten Frage tun sich weitere auf. Für das Berufsbildungsteam bedeutet das viel Engagement, für die Lernenden vor allem eines: Persönliches Wachstum.
«Der Aufwand für die Betreuung ist gross, besonders im ersten Lehrjahr. Es gibt viele Fragen, aber genau dabei lernen die Lernenden enorm viel», sagt Lars Moser, Berufsbildungsverantwortlicher im Werk Appenzell. Dass 18 Lernenden freiwillig an den Freizeitarbeiten teilnehmen, spricht für sich. Hier arbeitet niemand aus Pflichtgefühl, sondern aus echter Motivation und Begeisterung.
Umso eindrücklicher sind die Resultate. Was als einfache Vorstellung beginnt, steht am Ende als durchdachtes Einzelstück aus Metall vor einem. Ob ein ergonomisch geformter Sessel, ein funktionaler Pizzaofen oder ein technisch anspruchsvoller HotPot. Viele Arbeiten tragen eine klare persönliche Handschrift und wirken wie professionelle Sonderanfertigungen. «Wenn man die fertigen Arbeiten sieht, vergisst man schnell, dass sie von Lernenden gefertigt wurden. Das hat uns, gerade im ersten Lehrjahr, sehr positiv überrascht», sagt Lars Moser.
Die besondere Qualität liegt im Prozess: Es gibt keine vorgefertigten Lösungen. Die Lernenden entwickeln ihre Projekte eigenständig: Von der ersten Skizze bis zum letzten Handgriff. Konstruktion, Funktionalität und Umsetzung müssen selbst durchdacht werden. «Das Schönste ist, dass die Lernenden ihr Projekt von A bis Z selbst entwickeln. Erst mittendrin merken sie, wie zeitintensiv so eine Arbeit wirklich ist.» Diese Erfahrung hat auch Pascal Koller, Anlagen- und Apparatebauer im 1. Lehrjahr gemacht. «Während des Projekts wurde mir klar, wie wichtig gute Vorbereitung und genügend Zeit sind. Ich hoffe, dass ich zuhause im Garten viele feine Pizzen aus meinem Pizzaofen geniessen kann».
Wie viel Einsatz hinter einer solchen Arbeit steckt, zeigt auch das Beispiel von Simon Schmid: Für seinen HotPot investierte er nicht nur Materialkosten, sondern auch über 160 Arbeitsstunden. Entstanden ist weit mehr als ein Produkt. Es ist ein Ausdruck von handwerklichem Ehrgeiz und persönlichem Engagement. «Die grössten Herausforderungen wurden zum wichtigsten Teil des Weges und führten am Ende zu einem einzigartigen HotPot auf der Alp, verbunden mit vielen wertvollen Erfahrungen», so Simon.
Unterstützt werden die Lernenden mit einem gesponserten Beitrag von 500 Franken pro Person. Doch der eigentliche Wert zeigt sich am Ende nicht nur im fertigen Werkstück, sondern im gesamten Entstehungsprozess. «Jedes Mal, wenn man ein solches Projekt verwirklicht, wird einem bewusst, wie wertvoll Unterstützung, gute Tipps und das gemeinsame Lernen sind. Nun hat mein Hängesessel seinen Platz in unserem Garten gefunden. Ein Ort, der dazu einlädt, bei Sonnenschein ein Buch zu lesen, die Natur zu geniessen und den Tag entspannt im warmen Licht des Sonnenuntergangs ausklingen zu lassen», sagt die angehende Anlagen- und Apparatebauerin Jasmin Manser. So werden die Freizeitarbeiten zu sichtbaren Zeichen von Selbstständigkeit, Kreativität und Berufsstolz. Gleichzeitig sind sie ein starker Beweis für die hohe Ausbildungsqualität bei Bühler.
Mehr als 200 Lernende aus 40 Berufen aus Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden präsentieren ihre Werke an der Freizeitarbeitenausstellung im Oberstufenzentrum in Gais im April 2026. Die Freizeitarbeitenausstellung wird getragen von den Gewerbeverbänden, den Industrievereinen sowie den beiden Halbkantonen Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden. Die nächste Freizeitarbeitenausstellung findet vom 9. bis 11. April 2027 in Gonten statt.
Gupfenstrasse 5
Uzwil
9240
Schweiz