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Spatenstich

In ein neues Zeitalter mit dem Energy & Manufacturing Technology Center

Anfang November hat Bühler den offiziellen Baustart seines Energy & Manufacturing Technology Centers bekanntgegeben. Damit stärken wir zwei unserer tragenden Säulen: die Aus- und Weiterbildung sowie die Innovation an der Schnittstelle zwischen Konstruktion und Fertigung. Die Eröffnung des Centers ist für das zweite Quartal 2023 geplant. Wie Bühler seine Mitarbeitenden dort fit für die Zukunft machen will, erklären die Verantwortlichen.

  

Im völlig neu konzipierten Energy Center schafft Bühler die positive Energie, welche für die Innovationen der Zukunft nötig sind. «Die Energie der Menschen im Unternehmen hat direkte Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg», sagt Christof Oswald, Head of Human Resources bei Bühler. So sei der Name Energy Center entstanden. In einer Welt, die immer komplexer wird, steigen auch die Anforderungen an die Arbeit der Zukunft. Permanent ist Bühler und seine Mitarbeitenden mit Störfällen konfrontiert, etwa mit Ebola, Vulkanausbrüchen, oder derzeit Corona. Ein international operierendes Unternehmen wie Bühler muss sich hier widerstandsfähig zeigen und rasch, kreativ und bestimmt reagieren. «Das wollen wir hier schulen. Wir wollen, dass wir uns hier intelligent auf die Zukunft vorbereiten, damit wir noch resilienter, noch innovativer und produktiver werden», so Oswald.

 

Das gilt auch für die rund 300 Lernenden, die Bühler in der Schweiz ausbildet. «Damit wir in der globalen Arbeitswelt erfolgreich bestehen können, setzen wir konsequent auf die Berufsbildung, die wir im Energy & Manufacturing Technology Center auf den modernsten Stand bringen.» Das Gebäude bietet auf über 1300 Quadratmetern moderne Ausbildungsbereiche für Anlagenbauer, Polymechanikerinnen, Automatiker und Informatikerinnen. Auch das lebenslange Lernen der Mitarbeitenden unterstützt das neue Center. «Unsere Mitarbeitenden auf die Arbeitswelt von morgen vorzubereiten, ist ein kontinuierlicher Prozess, den wir hier über Jahrzehnte begleiten können», sagt Oswald. «Die entsprechende Didaktik entwickeln wir gemeinsam mit der Universität St. Gallen.»

«Im Energy Center können alle Mitarbeitenden ihre individuelle Gesundheitskompetenz erweitern. Die Themen Bewegung, Ernährung und Erholung werden zentral», sagt Judit Fröhlich, Head of Health Management. «Wir werden die Mitarbeitenden aller Altersstufen mit den nötigen Instrumenten ausstatten, um sich nachhaltig fit halten zu können.» Mit diesen Schwerpunkten leistet Bühler einen wichtigen Beitrag für seinen langfristigen Erfolg und baut die Attraktivität der Arbeitsplätze weiter aus. «Gesundheit, Bildung und Produktivität sind eng verknüpft. Mit dem Energy Center investiert Bühler erneut in seine wertvollste Ressource: die Menschen des Unternehmens. Damit übernehmen wir sowohl gesellschaftlich wie auch unternehmerisch Verantwortung und sichern unsere Zukunft», sagt Christof Oswald. 

Andreas Schachtner, Christof Oswald und Elvis Pidic (von links) haben das Bauprojekt Energy & Manufacturing Technology Center am 8. November 2021 vorgestellt. Andreas Schachtner, Christof Oswald und Elvis Pidic (von links) haben das Bauprojekt Energy & Manufacturing Technology Center am 8. November 2021 vorgestellt. Andreas Schachtner, Christof Oswald und Elvis Pidic (von links) haben das Bauprojekt Energy & Manufacturing Technology Center am 8. November 2021 vorgestellt.

Manufacturing Technology Center: Innovation in der Produktion

Mit dem Manufacturing Technology Center baut Bühler auf rund 2000 Quadratmetern die Produktion in der Schweiz gezielt im Bereich Prototypenbau und Innovation aus. Im neuen Gebäude wird Bühler die Produktionslinie unterbringen, welche für Kunden neue Technologien, Ersatzteile und allenfalls auch neue Services im Eilverfahren entwickelt, testet und fertigt – die sogenannte Fast Line. Auch die Fertigung von Prototypen und das Testen von neuen Fertigungsverfahren findet im Manufacturing Technology Center statt. «Damit bekennen wir uns auch in Zukunft zum Produktionsstandort Schweiz. Hier werden wir Innovationen für unsere Kunden als Pilotprojekte fertigen, die wir später auch in anderen Produktionswerken weltweit einführen werden», sagt Andreas Schachtner, Head of Business Development im Bereich Manufacturing, Logistics & Supply Chain. Das alte, 110-jährige Gebäude musste weichen, damit Bühler mehr Output pro Quadratmeter schafft. «Mit dem neuen Manufacturing Technology Center können wir die Produktion dort schnell, unabhängig und flexibel gestalten. Natürlich operieren wir hier am offenen Herzen, denn die Produktion läuft wie gewohnt weiter.» Der Ausbauschritt ist Teil der langfristigen Erneuerungsstrategie, welche auch den vor drei Jahren eingeweihte CUBIC Innovation Campus beinhaltet und nun gezielt weitergeführt wird. Der Bau spielt auch Bau Kapazitäten frei, um in einem weiteren Schritt den Logistikteil der Fabrik zu modernisieren.

 

Der vierstöckige Turm am Kopfende des Baus bietet flexible Flächen für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden (Bild: Uze AG). Der vierstöckige Turm am Kopfende des Baus bietet flexible Flächen für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden (Bild: Uze AG). Der vierstöckige Turm am Kopfende des Baus bietet flexible Flächen für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden (Bild: Uze AG).

Bühler siedelt diese neue, moderne Fertigung bewusst in der Nähe des CUBIC Innovation Campus und direkt anschliessend zu den Anwendungszentren an. Die kurzen Distanzen begünstigen die effiziente Entwicklung der Innovationen: von der Idee und ersten Versuchen im CUBIC zu Prototypen im Manufacturing Technology Center bis zur Serienproduktion am Standort. Dank der unmittelbaren Nähe der Berufsausbildung arbeiten die Auszubildenden von Beginn an in der Fertigung zukünftiger Produkte. Selbstverständlich soll sie auch den Kunden eine zusätzliche Möglichkeit bieten, sich am Hauptsitz zu den Themen Innovation, Fertigung und Weiterbildung inspirieren zu lassen.

 

   

Für Generationen gebaut

Die Bauzeit des Gebäudes beträgt voraussichtlich rund 18 Monate. Mit einer Länge von rund 125 Metern und einer Breite von 19 Metern bietet der Zweckbau insgesamt 5000 Quadratmeter Fläche für Zusammenarbeit, Ausbildung und Produktion. Um den CO₂-Ausstoss während des Baus zu reduzieren, wird das Abbruchmaterial des alten Gebäudes als Grundlage für das Fundament verwendet. Der vierstöckige Turm am Kopfende des Baus wird aus Holz gefertigt. Wie der CUBIC erhält er eine Glasfassade, die wie eine Sonnenbrille für das Gebäude funktioniert, sich also bei Sonneneinstrahlung verdunkeln kann und so Energie für das Kühlen des Gebäudes einspart. «Das Gebäude strahlt Offenheit aus und wird flexibel gestaltet. So können wir sowohl die heutigen wie auch die zukünftigen Bedürfnisse an die Ausbildung, Zusammenarbeit und an moderne Fertigungstechnologien aufnehmen», sagt Elvis Pidic, Architekt des Gebäudes und Head of Corporate Real Estate Management bei der Uze AG. Gleichzeitig richtet sich das Gebäude dank seines eigenen Eingangs auch nach aussen. «Uns ist wichtig, dass wir das Gebäude auch für externe Partner einfach zugänglich machen. Wie bereits im CUBIC gilt auch hier, dass wir bewusst die Zusammenarbeit mit Partnern und Kunden fördern wollen», so Pidic. Ob auch das neue Gebäude 110 Jahre stehen wird, lässt Elvis Pidic noch offen. «Mehrere Jahrzehnte werden es aber ganz sicher. Hier werden mehrere Generationen lernen, neue Lösungen erarbeiten und produzieren.»

Das Gebäude öffnet sich dank seines eigenen Zugangs nach aussen. Es soll auch für externe Partner einfach zugänglich sein (Bild: Uze AG). Das Gebäude öffnet sich dank seines eigenen Zugangs nach aussen. Es soll auch für externe Partner einfach zugänglich sein (Bild: Uze AG). Das Gebäude öffnet sich dank seines eigenen Zugangs nach aussen. Es soll auch für externe Partner einfach zugänglich sein (Bild: Uze AG).

   

Auf insgesamt 2000 Quadratmetern wird Bühler unter anderem auch die Fast Line unterbringen, auf der Technologien und Ersatzteile im Eilverfahren gefertigt werden (Bild: Uze AG). Auf insgesamt 2000 Quadratmetern wird Bühler unter anderem auch die Fast Line unterbringen, auf der Technologien und Ersatzteile im Eilverfahren gefertigt werden (Bild: Uze AG). Auf insgesamt 2000 Quadratmetern wird Bühler unter anderem auch die Fast Line unterbringen, auf der Technologien und Ersatzteile im Eilverfahren gefertigt werden (Bild: Uze AG).

  

Das Gebäude bietet Raum für Aus- und Weiterbildung sowie Innovation und Prototypenbau (Bild: Uze AG). Das Gebäude bietet Raum für Aus- und Weiterbildung sowie Innovation und Prototypenbau (Bild: Uze AG). Das Gebäude bietet Raum für Aus- und Weiterbildung sowie Innovation und Prototypenbau (Bild: Uze AG).

Eckdaten zum Energy & Manufacturing Technology Center

  • Geplante Eröffnung: Zweites Quartal 2023
  • Geplante Bauzeit: Rund 18 Monate
  • Länge: 125 Meter
  • Breite: 19 Meter
  • Fläche: 5000 Quadratmeter (davon 2000 für die Produktion, 1700 für die Aus- und Weiterbildung und die Gesundheit, 1300 für die Lernendenausbildung)
  • Bauverantwortung: Die Uze AG zeichnet unter der Leitung von Elvis Pidic für die Architektur und das Baumanagement verantwortlich. Das Unternehmen ist seit der Gründung im Jahr 1892 in den Händen der Familie Bühler und realisiert sowohl in der Schweiz wie auch weltweit hochwertigen Wohn-, Lebens- und Arbeitsraum.
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