lucent

Für mehr Effizienz und Geschmack bei der Schokoladenherstellung

Bühlers neuer Kakaoröster Lucent senkt den Energieverbrauch um mindestens 20% und steigert den Durchsatz um 20%

Uzwil (Schweiz), 7. Juli 2026 – Der Schweizer Technologiekonzern Bühler hat mit Lucent einen neuen industriellen Röster für Kakaonibs entwickelt, der pro Tonne Kakao mindestens 20% weniger Energie verbraucht als sein Vorgängermodell Tornado und bei gleicher Stellfläche einen um bis zu 20% höheren Durchsatz erzielt. Von den Ingenieuren bei Bühler entwickelt und im schweizerischen Appenzell hergestellt, vereint Lucent Wärmerückgewinnung, vorausschauende Röststeuerung und eine komplett abgedichtete Produktkammer. Zusammen erfüllen diese Merkmale die wichtigsten Anforderungen in der industriellen Kakaoverarbeitung: Produktivität, Energieeffizienz und Lebensmittelsicherheit. Lucent ist jetzt für industrielle Kakaohersteller weltweit erhältlich.

Schwankende Kakaopreise, steigende Energiekosten und sinkende Margen setzen Kakaoverarbeiter anhaltend unter Druck. Die Energie ist einer der wenigen Einsatzkostenfaktoren, die sie direkt beeinflussen können. Sie macht 10 bis 20% der gesamten Betriebskosten in der Kakaoverarbeitung aus, wobei das Rösten der energieintensivste Einzelschritt ist. Seit Jahrzehnten hat sich dieser Prozessschritt kaum verändert. Der Tornado-Röster von Bühler, ein weit verbreiteter Branchenmassstab, arbeitet im Chargenverfahren, bei dem heisse Luft den Kakao in einer rotierenden Trommel röstet und die Abluft nach jedem Zyklus abgelassen wird, wobei ein erheblicher Teil der Wärmeenergie verloren geht.

Lucent, der neue Röster für Kakaonibs von Bühler, gewinnt diese Energie zurück. Ein Wärmetauschersystem nutzt die Abluft und entlastet so den Gasbrenner. Eine neu gestaltete Trommelgeometrie sowie optimierte Füllmengen senken den Gasverbrauch im Vergleich zum Modell Tornado um mindestens 20% und steigern gleichzeitig den Durchsatz um bis zu 20%, ohne dass die Maschine mehr Platz braucht. 

Zudem gibt es eine Hybrid-Röstoption, die konvektive und konduktive Wärmeübertragung kombiniert und in bestimmten Anwendungsfällen bis zu 40% Energie einsparen kann. «Beim Rösten entsteht der Geschmack. Es ist einer der Schritte, auf die unsere Kunden den grössten Wert legen; historisch gesehen ist es aber auch der Schritt gewesen, bei dem am meisten Energie verschwendet wurde. Lucent verbessert die Geschmackskontrolle und senkt gleichzeitig den Energieverbrauch», sagt Isabelle Kirckof, Product Manager Market Segment Cocoa & Malt bei Bühler.

 

Lebensmittelsicherheit durch Design 

Lucent hat eine komplett geschlossene Röstkammer und ein neues Dichtungssystem, das das Produkt während des gesamten Röstzyklus physisch von der Verbrennungsluft trennt. Die Maschine ist aus Edelstahl mit einer leicht zu reinigenden Oberfläche und verfügt über Wartungsöffnungen, die direkten Zugang zu den wichtigsten Komponenten bieten, wodurch der Wartungsaufwand reduziert und die Inspektion erleichtert wird. Das Design verringert zudem Ertragsverluste – ein bekanntes Problem bei Röstern der vorherigen Generation, bei denen das Produkt in den Luftstrom gesaugt werden konnte.

«Die Standards für die Lebensmittelsicherheit in der Kakao- und Schokoladenindustrie werden immer strenger und unsere Kunden brauchen Anlagen, die diese Standards konstruktiv erfüllen – und nicht durch Umgehungslösungen im Prozess», sagt Joachim Essig, Head of Sales Cocoa & Malt bei Bühler. 

 

Vorausschauende Steuerung und einfache Bedienung

Lucent nutzt ein selbstlernendes Steuerungssystem, das die wichtigsten Röstparameter kontinuierlich überwacht und die Temperatur des Gasbrenners, den Luftstrom sowie die Prozessgeschwindigkeit automatisch anpasst. Ein Bediener legt ein Röstprofil fest; der Algorithmus steuert die Ausführung. Je nach Rohmaterial dauern die Röstzyklen zwischen 40 und 60 Minuten. Das System passt sich Schwankungen beim eingehenden Kakao an, um von Charge zu Charge gleichbleibende Ergebnisse zu gewährleisten. 

Die Steuerung ist so konzipiert, dass es weniger fachspezifisches Maschinenwissen braucht. Ein Bediener legt ein Röstprofil fest; das System steuert die Ausführung und passt Temperatur, Luftstrom und Prozessgeschwindigkeit in Echtzeit an. Ein gleichbleibendes Ergebnis hängt nicht mehr allein vom Erfahrungswissen des Rösters ab. «Beim Rösten ging es schon immer um Fachwissen und um Technologie gleichermassen. Lucent kombiniert beides, indem es Prozesswissen in die Maschine integriert und es einfacher macht, wiederholbare Geschmacksprofile und gleichbleibende Röstgrade zu erzielen», sagt Isabelle Kirckof.

 

Entwickelt aufgrund von Kundenfeedback, hergestellt in der Schweiz 

Das Feedback der Kunden von Bühler aus der industriellen Kakaoverarbeitung ist direkt in die Entwicklung von Lucent geflossen. Die in diesem Prozess identifizierten Prioritäten – Energieeffizienz, Hygiene, Durchsatz und einfache Bedienung – führten zu Konstruktionsentscheidungen wie einer komplett geschlossenen Kammer, einem integrierten Wärmerückgewinnungssystem und Wartungsöffnungen, die direkten Zugang zu den wichtigsten Komponenten ermöglichen. Derzeit wird ein Prototyp entwickelt; und im ersten Quartal 2027 bei einem Kunden in Asien installiert werden. Weitere Anwendungen zum Rösten anderer Rohstoffe sind für die nächsten zwei Jahre geplant.

Lucent wird vollständig im Werk von Bühler im schweizerischen Appenzell hergestellt, dem Kompetenzzentrum des Unternehmens für Kakaoverarbeitungsanlagen. Seit 2022 werden dort alle Schlüsselkomponenten für die Kakaoverarbeitungslinien von Bühler produziert, von Infrarot-Vorbehandlungsmaschinen bis hin zu Röstern und Kühlern. Bühler hat kontinuierlich in die technischen Kompetenzen, die Ausbildung und die Fertigungstechnologie des Standorts investiert und Appenzell damit zum Herkunftsort für Kakaoverarbeitungsanlagen gemacht, die in Werken auf der ganzen Welt im Einsatz sind. 

Unsere Organisation

Als Schweizer Familienunternehmen in der fünften Generation legen wir besonderen Wert auf Vertrauen, Respekt und Nachhaltigkeit. 

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