Bühler und Icos brachten Investoren, Branchenführer und Scale-up-Unternehmen aus der Lebensmittelbranche und dem Biotechnologiesektor zusammen, um Herausforderungen zu diskutieren und Wege zu finden, erfolgsversprechende Lösungen schneller auf den Markt zu bringen.

Scale-ups den Weg zur industriellen Produktion ebnen

Bühler und Icos beschleunigen das Wachstum von Scale-up-Unternehmen in der Lebensmittel- und Biotech-Branche

Uzwil (Schweiz), 8. April 2026 – Der Climate-Tech-Risikokapitalfonds Icos Capital veranstaltete am 1. und 2. April 2026 den «Collaborative Summit» im CUBIC, dem Innovation Campus von Bühler. Die Veranstaltung brachte Investoren, Branchenführer und Scale-up-Unternehmen aus der Lebensmittelbranche und dem Biotechnologiesektor zusammen, um Herausforderungen zu diskutieren und Wege zu finden, erfolgversprechende Lösungen schneller auf den Markt zu bringen. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass in unsicheren und volatilen Zeiten eine enge Zusammenarbeit und der Austausch von Erkenntnissen über Innovationen wichtiger denn je sind.


Der 17. Collaborative Summit, der auf die Beschleunigung der Nachhaltigkeit fokussierte, fand zum vierten Mal in Folge im CUBIC, dem Innovation Campus von Bühler, statt. Ziel dieser Veranstaltungsreihe ist es, die Zusammenarbeit zwischen Scale-ups, Industriepartnern und Investoren zu fördern, um die Wirkung der vielversprechendsten Lösungen im Bereich Lebensmittel und Biotechnologie zu verstärken. Nityen Lal, Founding Partner bei Icos Capital, erlebt die Auswirkungen dieser Kooperationen täglich. «Seit 2006 haben die von Icos unterstützten Start-ups ihre jeweiligen Märkte revolutioniert und angeführt. In diesem Jahr haben wir uns auf vier Schlüsselaspekte konzentriert: Kapital in schwierigen Märkten beschaffen, die Herausforderung der Skalierung bewältigen, biotechnologische Fortschritte durch künstliche Intelligenz fördern und die Frage, wie eine Strategie vom Wachstum bis zum Exit aussehen könnte.»

Insgesamt 35 Scale-ups und 40 Industriepartner, Risikokapitalgesellschaften und staatliche Institutionen aus dem grossen Netzwerk von Bühler und Icos nutzten die Gelegenheit, Ideen auszutauschen, Lösungen für Herausforderungen zu finden und Partnerschaften aufzubauen, um Ideen auf die nächste Stufe zu hieven. «Wir sind stolz darauf, zur Stärkung dieses kooperativen Ansatzes beizutragen, der sinnvolle Innovationen in grossem Massstab beschleunigt», sagte Ian Roberts, Chief Technology Officer bei Bühler. Als führender Lösungspartner für die Lebensmittel-, Futtermittel- und Mobilitätsbranche arbeitet Bühler mit ausgewählten Partnern zusammen, um ein globales Kooperationsnetzwerk aufzubauen. «Mit ihren etablierten Lieferketten und ihrer starken Marktposition können die hier anwesenden Unternehmen eine entscheidende Rolle auf dem Weg von Scale-ups spielen – indem sie ihnen helfen, ihr Geschäft auszubauen und ihre positive Wirkung bedeutend schneller zu verstärken», fügte Roberts hinzu.
 

Die Widerstandsfähigkeit globaler Ernährungssysteme stärken

Die Diskussionen beleuchteten die strukturellen Veränderungen, die die Zukunft des Lebensmittelsystems prägen, und betonten, dass Nachhaltigkeit in allen Aktivitäten verankert sein muss – nicht mehr als separates Ziel, sondern als Ausgangspunkt für Innovationen und unternehmerische Entscheidungen. Drei wesentliche Entwicklungen kristallisierten sich sowohl als Herausforderungen als auch als Chancen für die Branche heraus: der wachsende Einfluss von GLP-1-ähnlichen Therapien auf das Konsumverhalten, die Ernährungsbedürfnisse einer alternden Bevölkerung und das zunehmende Augenmerk auf hochverarbeitete Lebensmittel. «Diese Veränderungen definieren neu, wie wir über Lebensmittel denken», sagte Roberts. «Sie schaffen auch bedeutende Chancen für Unternehmer, die Lösungen entwickeln können, die Gesundheit, Erschwinglichkeit, Nachhaltigkeit und ein wunderbares Kunden-/Konsumentenerlebnis kombinieren.» Roberts betonte zudem, wie wichtig es sei, die Widerstandsfähigkeit globaler Lebensmittelsysteme zu stärken, einschliesslich der Rolle der Landwirte, und wie notwendig inklusivere und wirtschaftlich tragfähigere Wertschöpfungsketten seien.
 

Herausforderungen bei der Skalierung bewältigen

In diesem Zusammenhang bleibt die Skalierung eine der grössten Herausforderungen für aufstrebende Unternehmen, die Schnelligkeit, Flexibilität und ein klares Verständnis der Marktreife erfordert. Die Teilnehmenden des Gipfels betonten, dass der Erfolg bei der Skalierung nicht nur von der technologischen Entwicklung abhängt, sondern auch von der Fähigkeit, schnell zu handeln, sich an den Kundenbedürfnissen auszurichten und Ressourcen effektiv einzusetzen. Dazu gehören der Aufbau des richtigen Teams sowie konstante Transparenz gegenüber den Kunden während der gesamten Entwicklungsphase; nicht zuletzt muss sichergestellt werden, dass die Produkte sowohl den Qualitäts- als auch den Preisvorstellungen entsprechen.

Gleichzeitig sind Scale-ups mit strukturellen und betrieblichen Hindernissen konfrontiert, die neue Ansätze für Zusammenarbeit und Industrialisierung erfordern. In der Biotechnologie können es lange Entwicklungszyklen und hoher Kapitalbedarf erschweren, in dem Tempo zu skalieren, wie es in anderen Branchen wie der Softwareentwicklung üblich ist. Jeroen van Rotterdam, Mitbegründer und CEO von Foamlab, sagte: «Der Aufbau von Biotech-Unternehmen braucht Zeit, besonders im Vergleich zu anderen Branchen. Deshalb ist es wichtig, wo immer möglich schnell zu sein, einen Plan B und C zu haben und eng mit Partnern zusammenzuarbeiten, um die Entwicklung zu beschleunigen.» Foamlab entwickelt biobasierte Schaumstoffe als Alternative zu herkömmlichen Kunststoffen und verbindet dabei hohe Leistungsfähigkeit mit verbesserter Nachhaltigkeit. Sein durch Fermentation hergestellter Bio-Nanocellulose-Schaum ist leicht und trotzdem strapazierfähig und für Isolierungen, Mode, Verpackungen und Industrieprodukte konzipiert.

Aus Marktsicht warnten die Referenten vor einem rein technologieorientierten Ansatz. Roger Ottenheym, CEO von Mevaldi, sagte: «Zu viele Unternehmen konzentrieren sich auf die Technologie selbst, ohne klar zu definieren, wer überhaupt die Kunden sind. Eine Skalierung erfordert ein tiefes Verständnis der Marktbedürfnisse, der Preisgestaltung und der Frage, wie sich eine Lösung in bestehende Wertschöpfungsketten einfügt.» Mevaldi entwickelt biobasierte chemische Bausteine – die Kernbestandteile für die Herstellung von Kunststoffen und Materialien – und verwendet dabei erneuerbare Rohstoffe wie Zucker und Holzabfälle anstatt fossile Brennstoffe.

In den Gesprächen kristallisierten sich Partnerschaften als zentraler Faktor heraus, der es Unternehmen ermöglicht, Zugang zu Infrastruktur zu erhalten, die Produktion zu beschleunigen und die Lücke zwischen Innovation und industrieller Umsetzung zu schliessen. Für Grossunternehmen ist Zusammenarbeit ein Weg, Innovationen voranzutreiben und effektiver auf Marktveränderungen zu reagieren. Dieser Ansatz widerspiegelt sich bei FrieslandCampina, einem globalen Molkereiunternehmen mit Hauptsitz in den Niederlanden. «Wir sind ständig auf der Suche nach neuen Lösungen, die unsere Innovationsstrategie unterstützen können. Start-ups spielen dabei eine wichtige Rolle, indem sie Agilität und Energie einbringen und uns helfen, schneller voranzukommen und neue Möglichkeiten zu erkunden», sagte Jonathan Rason, Discovery & Venturing Manager bei FrieslandCampina Ingredients. Als Genossenschaft im Besitz von Landwirten mit rund 16'000 Milchbauern in den Niederlanden, Belgien, Deutschland und Frankreich sammelt FrieslandCampina Milch ein und verarbeitet sie zu einer breiten Palette von Produkten, die in mehr als 100 Ländern vertrieben werden.
 

Die Möglichkeiten der KI nutzen

Die Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz (KI) in der Lebensmittel- und Bioprozessindustrie zu nutzen, stand ebenfalls im Zentrum intensiver Diskussionen. Die Teilnehmenden hoben das Potenzial der KI hervor, Entscheidungsprozesse zu unterstützen, komplexe Abläufe zu optimieren und die Effizienz entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu steigern. Gleichzeitig wiesen sie darauf hin, dass es den Zugang zu hochwertigen Daten sowie gezielte Investitionen braucht, um dieses Potenzial auch auszuschöpfen, besonders weil Unternehmen unter zunehmendem Kosten- und Finanzierungsdruck stehen.

Der «Collaborative Summit» ist für Icos Capital und Bühler weiterhin eine wichtige Plattform, um vielversprechende, nachhaltige Start-ups zu entdecken und mit ihnen in Kontakt zu treten. Beide Partner verstärken ihre Bemühungen, Unternehmen zu unterstützen, die bereit sind, zu skalieren und industrielle Wirkung zu erzielen. Nityen Lal, Managing Partner bei Icos Capital, sagte: «Wir arbeiten weiterhin eng mit Unternehmern zusammen, die sich den wichtigen Herausforderungen in den Bereichen Lebensmittel, Werkstoffe und industrielle Systeme stellen. Wir konzentrieren uns darauf, diejenigen zu unterstützen, die bereit sind zu skalieren und messbare Wirkung zu erzielen.»

Start-ups und Innovatoren, die an einer Zusammenarbeit interessiert sind, können sich direkt an Icos Capital wenden, entweder über https://www.icoscapital.com oder unter info@icoscapital.com.

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