Grössere Druckgiessmaschinen revolutionieren den Karosseriebau

Uzwil (Schweiz), 25. März 2021 – Bühler erweitert sein Portfolio mit der Einführung der Carat 560 und Carat 610 sowie der kürzlich angekündigten Carat 840. Damit reagiert das Unternehmen auf den Trend zu grösseren und komplexeren Druckgussteilen. «Strukturbauteile haben in der Automobilindustrie stark an Bedeutung gewonnen, mit einem Trend zu immer grösseren Teilen. Dies ist eine klare Chance für die Druckgussindustrie», sagt Cornel Mendler, Managing Director Die Casting bei Bühler.

Grössere und komplexere Teile aus dem Druckgussverfahren liegen derzeit im Trend. Im Automobilmarkt werden neue Konzepte für den Karosseriebau diskutiert. Diese tendieren zu immer grösseren Teilen, die im Aluminiumdruckguss hergestellt werden. So können mehrere funktionale Teile in einem Abguss statt in verschiedenen Produktionsschritten gefertigt werden. Das wiederum reduziert die Komplexität und erhöht die Produktivität im automobilen Karosseriebau. «Alle zwei Minuten kommt so eine ganze Frontstruktur oder eine ganze Heckstruktur in einem Abguss aus einer Druckgiessmaschine. Dies bietet grosses Potenzial für einen noch effizienteren Produktionsprozess in der Automobilindustrie – und ist eine grosse Chance für den Druckguss», sagt Cornel Mendler, Managing Director Die Casting bei Bühler.

 

Mit der Kraft von 1000 Elefanten

Die neuen Carat 560 und Carat 610 mit Schliesskräften von bis zu 61’000 Kilonewton (kN) sind die neuesten Lösungen im Portfolio von Bühler. Im November 2020 kündigte Bühler zudem die Carat 840 an mit einer Schliesskraft von 84’000 kN. «Die Carat-Plattform ist seit 2007 auf dem Markt und ist seither die Lösung für grosse Druckgussteile. 2020 sahen wir einen enormen Anstieg der Nachfrage nach immer grösseren Maschinen, bis hin zu doppelt so grossen Anlagen wie bisher. Deshalb sind wir stolz, dass wir die Carat 840 ankündigen konnten», sagt Martin Lagler, Global Director Product Management & Marketing bei Bühler Die Casting.

 

Eine Druckgiessmaschine Carat 610 ist so gross wie ein Haus. Sie ist sechs Meter hoch und steht auf einer Grundfläche von über 60 Quadratmetern. Nicht nur die Dimensionen sind beeindruckend, sondern auch ihre Leistung. «Die Carat kann innerhalb von Millisekunden über 100 Kilogramm flüssiges Aluminium in eine Form giessen und dabei die Form mit einer Kraft von 61’000 kN zusammenhalten. Das ist, als ob 1000 Elefanten auf der Form sitzen würden», sagt Lagler.

 

Die Lösung für den Druckguss: Carat

Das Einsatzgebiet der Carat waren schon immer Teile mit komplexen Geometrien, etwa Strukturbauteile. Und diese werden immer grösser. Damit kommen weitere Anwendungen hinzu. Dazu gehören etwa Batteriegehäuse für Elektrofahrzeuge und neue Konzepte für den Karosseriebau. «Mit der E-Mobilität wird die Automobilproduktion in vielerlei Hinsicht neu überdacht. Das reicht bis zur Frage, wie die Grundstruktur des Autos hergestellt wird. Das eröffnet neue Möglichkeiten für die Druckgussindustrie», sagt Mendler.

 

Die Zweiplatten-Druckgiesslösung Carat mit minimaler Platten-Durchbiegung und hoher Massgenauigkeit bewährt sich schon lange bei der Herstellung grosser und komplexer Strukturbauteile. Die einzigartige Giesseinheit von Bühler mit Echtzeitregelung ermöglicht die Produktion hochqualitativer Teile – Abguss für Abguss.

 

Alle Maschinen des erweiterten Carat-Portfolios sind auf die Bedürfnisse des Bedienpersonals ausgerichtet. Sie werden mit der Steuerung DataView von Bühler ausgeliefert, die über ihren Multitouch-Bildschirm die Steuerung der Druckgiessmaschine einfacher und intuitiver macht. Auch die Programmierung ist um bis zu 25% kürzer. Zusätzlich ist jede Maschine mit dem neuen Energierahmenkonzept von Bühler ausgestattet. Das bedeutet eine klare und eindeutige Anordnung der Energiekupplungen. Die Baureihe Carat kann optional auch mit Servo-Antriebstechnik ausgeliefert werden.

 

Lösungen von Bühler für die Automobilindustrie

Bühler bietet nicht nur Druckgiessanlagen für die Automobilindustrie, sondern auch andere innovative Lösungen. Um dem steigenden Bedarf an Batterien gerecht zu werden, bietet Bühler neuartige Technologien zur effizienten Herstellung von Aktivmaterialien und Elektrodenpasten. Die Lösungen umfassen Anlagen zur Nassvermahlung von Aktivmaterialien und Precursoren sowie Zweiwellenextruder für das kontinuierliche Mischen von Elektrodenpasten.

 

Bühler ist auch im Bereich optische und funktionelle Beschichtungen aktiv. Diese Dünnfilmbeschichtungen ermöglichen Autos, durch Sensoren und Kameras zu «sehen», zu kommunizieren sowie die Energieeffizienz zu verbessern, indem die Heizung und Kühlung reduziert werden kann. Die Autos der Zukunft werden voll von Optik sein. Zum Beispiel wird Autoglas für eine konstante Raumtemperatur im Auto beschichtet, um den Energieaufwand der Klimaanlage zu reduzieren. Optische und funktionale Beschichtungen werden auch eingesetzt, um die Fahrerin im Auto zu überwachen und ihr mitzuteilen, wann sie mit dem Auto interagieren muss oder wenn die Fahrerin nicht in der Lage ist, einzugreifen. Die Autos werden sogar lernen, sich anhand von Projektoren mitzuteilen. So können etwa Nachrichten für Fussgänger auf die Strassen projiziert werden. «Die Zukunft des Automobilsektors dreht sich um Elektrifizierung, autonomes Fahren und Konnektivität. Und Bühler kann mit seinen Beschichtungen einen Unterschied für die Zukunft der Mobilität machen», sagt Timo Zoufal, Head of Market Segment Glass bei Bühler.

 

All diese Lösungen können in der Bühler Virtual World in 3D besichtigt werden. Die virtuelle Messe dauert vom 22. bis 26. März.

 

Für weitere Informationen über Lösungen von Bühler, Produkteinführungen, Partnerschaften und die Zukunft der Mobilität besuchen Sie die Website der Bühler Virtual World 2021.

 

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