Alternatives Protein aus Algen

Makrolösungen aus Mikroorganismen

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Alternatives Protein aus Algen

Makrolösungen aus Mikroorganismen

Schätzungen zufolge wird die Welt bis Mitte des Jahrhunderts zusätzliche 265 Millionen Tonnen Protein benötigen, also ist das Wettrennen um die Erschliessung nachhaltiger alternativer Quellen eröffnet. Eine solche Quelle sind Algen. Schätzungsweise existieren bis zu eine Million Arten, aber für Lebens- und Futtermittel werden aktuell nur 15 genutzt.

Da einzellige Organismen wie Dunaliella, Spirulina oder Chlorella bis zu 70 % Proteine sowie mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Vitamine und Beta-Carotin enthalten, ist das Potenzial für eine Weiterentwicklung immens.

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Mikrostatistiken

70 %
Proteingehalt
Bestimmte Algen, darunter Spirulina, bestehen zu bis zu 70 % aus Protein.
300 000
Algenarten
Manche Schätzungen gehen von bis zu einer Million aus.

Das Potenzial entfalten

In der asiatischen Küche sind Mikroalgen wie z. B. Seetang oder Seegras zwar Bestandteil der traditionellen Küche, tatsächlich werden sie aber aktuell nur in verschwindend geringen Mengen als Lebensmittel genutzt. Das Entwicklungspotenzial in diesem Bereich ist also enorm. Algen wachsen zudem sehr schnell und benötigen keine Ackerfläche. Algen werden in offenen Teichen oder geschlossenen Systemen mit Rohrleitungen, Beuteln oder Tanks gezüchtet und beanspruchen nur sehr wenig Platz. Je nach Art ist die Zucht ausserdem sowohl unter warmen als auch unter kalten klimatischen Bedingungen möglich.

Mehrere Kunden in Südasien nutzen bereits unsere Aeroglide Systeme für die Herstellung von Seetangprodukten und in China wird getrockneter Tang mit Walzenstühlen von Bühler verarbeitet. Wir suchen jedoch auch nach Möglichkeiten, Mikroalgen in weitere Lebensmittelprodukte zu integrieren. Ein Beispiel dafür ist unsere Partnerschaft mit dem Start-up Alverto. Gemeinsam entwickeln wir Algen als Zutat für Teigwaren mit einem Proteingehalt von über 60 %. Darüber hinaus erforschen wir die Verwendung von Nassmahlprozessen in Brotmühlen als kostengünstige Möglichkeit, die Zellwände von Algen aufzubrechen, wesentlich für die Zucht im grossen Stil.

Mikroalgen können viel dazu beitragen, die sich abzeichnende Proteinlücke zu schliessen. Der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen zufolge werden jährlich 30 Millionen Tonnen Algen weltweit produziert. Prognosen gehen von einem starken Produktionsanstieg aus. Derzeit gibt es Bestrebungen, den Markt hierfür zu öffnen.

Erika Georget, Project Leader Biotechnology

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