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Bühler wächst und steigert Gewinn

Uzwil, 10. Februar 2016 – Der Technologiekonzern Bühler erzielte 2015 trotz eines anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfelds ein nachhaltig gutes Jahresresultat mit erkennbarem Umsatz-Wachstum und Verbesserung des Gewinns. Der Umsatz wuchs um 3.4% auf CHF 2.4 Mrd. und der EBIT stieg um 22.4% auf CHF 177 Mio. Dies entspricht einer EBIT-Marge von 7.3% (Vorjahr: 6.2%). Währungsbereinigt wäre Bühler um 7.1% gewachsen. Der Auftragseingang, der leicht auf CHF 2.5 Mrd. (-4.3%) gesunken ist, wäre währungsbereinigt fast stabil geblieben. „Dieses gute Jahresergebnis war nur möglich durch die hohe Flexibilität unserer Mitarbeitenden, ihrer Bereitschaft zur Mehrarbeit sowie dank des umfangreichen Massnahmenpakets, das wir am Jahresanfang unmittelbar nach der Aufhebung des Euromindestkurses definiert und entschlossen umgesetzt haben“, sagt Bühler CEO Calvin Grieder. Er ergänzt: „Unseren Mitarbeitenden gebührt unser aufrichtiger Dank.“  

Die nachhaltige Geschäftsentwicklung von Bühler ist vor dem Hintergrund der zahlreichen, zum Teil schwerwiegenden Herausforderungen des Geschäftsjahrs 2015 zu bewerten: Währungsvolatilität, Markteinbruch in Südamerika, Überkapazitäten in der Müllerei in China, Epidemien wie Ebola oder politische Konflikte. Auch stark gefallene Rohstoffpreise etwa für Reis und Getreide wirkten sich hemmend auf Investitionen aus. Als Folge davon musste Bühler Auftragsstornierungen von rund 4% des Umsatzes akzpetieren, da die Finanzierung auf Kundenseite nicht gewährleistet werden konnte. Die guten Jahresergebnisse belegen so die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells von Bühler, mit einem umfassenden Lösungsportfolio an Prozesstechnologien und einer globalen Präsenz in rund 140 Ländern. “Dank diesem Set-up konnten wir die Risiken in den verschiedenen Märkten und Regionen erfolgreich bewältigen“, sagt Grieder.

Beide Geschäfte, Grains & Food und Advanced Materials, haben zum Umsatz-Wachstum beigetragen. Regional betrachtet kompensierte das Wachstum in Nordamerika, Südostasien und Mittlerer Osten & Afrika die Rückgänge in Europa und Südamerika. Insgesamt verfügt Bühler mit seiner globalen Präsenz über eine sehr ausgeglichene Aufstellung: Europa kommt auf einen Umsatzanteil von 28%, Asien 26%, Mittlerer Osten & Afrika 16%, Nordamerika 15%, Südamerika 8% und Südasien 7%.

Deutlich verbesserte Profitabilität

Bezüglich Profitabilität erwies sich die finanzielle Absicherung der laufenden Aufträge und Projekte als ein Schlüssel zum Erhalt der Ertragskraft. Zudem wirkte sich die Mehrarbeit an den Schweizer Standorten und die in 2014 gestarteten Restrukturierungen von europäischen Standorten positiv auf den Unternehmensgewinn aus. Die deutlich verbesserte Profitabilität zeigte sich auch im RONOA (Betriebsgewinn vor Zinsen), der von 18.1% auf 22.0% stieg. Mit einer Eigenkapitalquote von 45.6% (Vorjahr: 45.2%), und einer Nettoliquidität von knapp CHF 400 Mio. ist die finanzielle Position von Bühler unvermindert solide. Dies spiegelt sich ebenso in der Tatsache, dass Bühler keine externe Finanzierung in Anspruch nimmt.

Fokus auf Innovation und Nachhaltigkeit

Fundament der nachhaltigen Geschäftsentwicklung von Bühler sind führende technische Prozesslösungen. Bühler hat deshalb auch 2015 mit CHF 102 Mio. substantielle Beträge in die Forschung und Entwicklung investiert (Vorjahr: CHF 99 Mio.) und insgesamt mehr als 45 neue Produkte und Dienstleistungen lanciert (Grains & Food: 30, Advanced Materials: 15).


Das Familienunternehmen Bühler ist in besonderem Masse der Nachhaltigkeit verpflichtet. Das Unternehmen berücksichtigt ökologische, ökonomische und soziale Auswirkungen seiner Tätigkeit, um einen Beitrag zur Lebens- und Umweltqualität zu leisten. 2015 hat Bühler das Nachhaltigkeits-Reporting überarbeitet und auf die neusten Standards (GRI G4) ausgerichtet. Unter den 37 gemessenen Indikatoren konnten insbesondere bei der ökologischen Nachhaltigkeit wichtige Fortschritte verbucht werden: während 2013 bei 5 Produktionsstandorten der ökologische Fussabdruck erfasst wurde, sind es heute bereits 17. Weiter hat sich der Energieverbrauch pro Produktivstunde im Vergleich zu 2014 über alle Standorte um 8.2% reduziert, der Wasserverbrauch sogar um 9.5%.

Weiterführen des Wachstumskurs
Bühler ist mit seinen Geschäftsfeldern hervorragend in globalen Wachstumsmärkten positioniert – der Verarbeitung von Grundnahrungsmitteln und Futtermitteln sowie der Herstellung von hochwertigen Materialien. Die derzeit aktiven Megatrends wie die wachsende Weltbevölkerung, die zunehmende Urbanisierung oder ein steigendes Umweltbewusstsein sprechen für die strategisch gute Aufstellung des Konzerns.

Für 2016 erwartet das Unternehmen keine wesentliche Verbesserung der globalen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. Trotzdem ist Bühler bestrebt, über dem Marktdurchschnitt in einem Korridor von 4-5% zu wachsen und eine nachhaltige Profitabilität (Zielkorridor 8-10%) zu erzielen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird das Unternehmen weiterhin mit Nachdruck an der Optimierung seiner operativen Exellenz und Kostenbasis arbeiten, in führende Technologien und Prozesslösungen investieren sowie die regionale Präsenz weiter ausbauen.

Übersicht Kennzahlen

In CHF Mio.

2015

2014


Veränderungen in %

Auftragseingang

2,470

2,582

-4.3%

Auftragsbestand 31.12.

1,529

1,582

-3.3%

Umsatz

2,412

2,332

3.4%

EBIT

177

145

22.4%

EBIT-Marge

7.3%

6.2%

Konzernergebnis

143

121

18.0%

Nettoliquidität

392

464

Eigenkapital-Quote

45.6%

45.2%

RONOA

22.0%

18.1%

F&E Aufwand

102

99

3.5%

Beschäftigte per 31.12.
(ohne Temporär- und Lehrstellen)

10,873

10,575

2.8%

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