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Bühler Mitarbeitende bei World Solar Challenge 2011 mit eigenem Solarmobil am Start

04.10.2011 Der Countdown für die Bühler Mitarbeitenden, die an der diesjährigen World Solar Challenge starten, läuft. Über ein Jahr hat das Team jeweils nach Arbeitsschluss am eigenen Solarmobil gebaut und getestet. Vom 16. bis 23. Oktober nimmt es am härtesten Solarfahrzeug-Rennen der Welt teil. Bühler ist stolz auf das Team und drückt die Daumen. Rund 30 Mitarbeitende von Bühler haben seit Anfang 2010 in ihrer Freizeit das Solarmobil „SER1“ entwickelt und gebaut. Täglich nach der Arbeit und in aufwendiger Handarbeit konstruierte und fertigte das Team aus den Bereichen Entwicklung, Fertigung, Marketing und Service, sämtliche Fahrzeugteile in Eigenregie – von der Radaufhängung bis zur Sitzverkleidung, vom Solargenerator über die Speicherung der Energie bis hin zum Elektroantrieb. Dafür nutzten die Bühler Mitarbeitenden das Know-How der Ingenieure im eigenen Haus und das weltweite Netzwerk an Lieferanten und Kunden und deren Technologien.

Unter der Sonne Australiens
Vom 16. bis 23. Oktober tritt das Team nun als einziges Schweizer Team gegen 37 Teams aus 20 Ländern bei der World Solar Challenge in Australien an. Die Herausforderung: 3000 Kilometer quer durch Australien nur mit der Kraft der Sonne. Die Rennstrecke führt von Darwin im Norden durch das australische Outback bis nach Adelaide an der Südküste. Gefahren wird während sieben Tagen von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang.

Aerodynamik vor Komfort
Die Kondition der drei Fahrerinnen der „SER1“, Leika Resna Pertiwi, Sylvia Scherrer und Tomo Yamaguchi, wird während des Rennens extrem gefordert. Da nur am Tag gefahren werden darf, heizt sich das Cockpit des Leichtbau-Mobils enorm auf. Mit Temperaturen von bis zu 50 Grad Celsius müssen die Lenkerinnen zurechtkommen. Auf einen kühlenden Luftstrom können sie dabei nicht hoffen, das Fenster ist nicht zu öffnen, der besseren Aerodynamik wegen. Auch unterwegs werden die Fahrerinnen mit etlichen Gefahren und Überraschungen konfrontiert sein. Schliesslich sind sie nicht auf einer gesperrten Rennstrecke unterwegs, sondern auf dem Stuart Highway. Diesen müssen sie sich mit Autos und den gewaltigen „Road-Trains“, Lastwagen im XXL-Format, teilen. Zudem müssen die Fahrerinnen während der Tour durch Australiens „rotes Zentrum“ auf plötzliche Wüstenwinde und Kängurus auf der Fahrbahn gefasst sein. Um für all diese Eventualitäten gerüstet zu sein, absolvierte das ganze Team unter Anleitung der Bühler Sanität einen Safety Workshop.

Strategische Planung ist entscheidend
Entscheidend beim Rennen quer durchs australische Outback ist neben der Leistung der drei Lenkerinnen die Strategie: Diverse Parameter wie Höhenprofil der Strecke, Windgeschwindigkeit, Ladezustand der Batterien, Sonneneinstrahlung werden über ein Begleitfahrzeug – das in direkter Kommunikation zu den Fahrerinnen steht – permanent kontrolliert und koordiniert, um die energetisch optimale Geschwindigkeit zu bestimmen.

Toi, toi, toi
Bühler ist begeistert vom enormen Einsatz und Elan des Teams und stellte deshalb als Hauptsponsor neben finanziellen Mitteln auch Räumlichkeiten und Material für den Bau des Solarmobils zur Verfügung. Für das Rennen wünscht Bühler dem Team viel Glück und Erfolg.

 


        Das Solar Energy Racers-Team mit ihrem Solarmobil Das Solar Energy Racers-Team mit ihrem Solarmobil "SER1". 
        Testfahrt auf dem Flugplatz Mollis, Schweiz.
    Testfahrt auf dem Flugplatz Mollis, Schweiz. 
        Das Solarmobil, dass seine Reise bereits vor knapp einem Monat per Flug und Schiff angetreten hatte, ist unbeschadet in Australien angekommen.
    Das Solarmobil, dass seine Reise bereits vor knapp einem Monat per Flug und Schiff angetreten hatte, ist unbeschadet in Australien angekommen.

Nicht verpassen:

Die Website der „Solar Energy Racers“ wird täglich mit Berichten über den Rennverlauf und aktuellen Bildern ergänzt. Zur Website www.solarenergyracers.ch  

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