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Bühler bekräftigt erneut sein Engagement zur Beseitigung von Sicherheitsrisiken in der Nussindustrie

Köln, 25.03.2015 – Der Bühler Konzern, ein weltweiter Marktführer für Produktionstechnologien und Dienstleistungen zur Herstellung von technischen Materialien und Nahrungsmitteln , erneuerte heute auf der Anuga FoodTec-Messe ihr Engagement zugunsten der Lebensmittelsicherheit. Gemeinsam mit führenden internationalen Spezialisten wies das Bühler Team auf mögliche neue Sicherheitsrisiken in der Nussindustrie hin und zeigte Lösungen auf, mit denen die lebensmittelverarbeitende Industrie Gefahren durch Salmonellen, Aflatoxine und Fremdkörper wirksam bekämpfen kann. Ausserdem wurden die neuesten Technologien zur Schalenentfernung vorgestellt, deren Lancierung in Kürze geplant ist. Auf einer Konferenz zur Lebensmittelsicherheit thematisierte Bühler den rasanten Wandel in der Lebensmittelindustrie und wies auf den Druck hin, dem die Lebensmittelverarbeiter gegenwärtig ausgesetzt sind, angefangen von der Anpassung an das veränderte Konsumverhalten der Verbraucher und der zunehmenden Anzahl an Lebensmittelskandalen, bis hin zu den immer strenger werdenden gesetzlichen Bestimmungen, die in zunehmendem Masse umfassende, präventive Kontrollmassnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette erfordern. Darüber hinaus wurde auf der Konferenz die Bedeutung der Bühler Initiative zur Steigerung der Lebensmittelsicherheit gefestigt, die 2010 ins Leben gerufen wurde, um die Herausforderungen in Bezug auf Lebensmittelsicherheit und die dadurch bedingten Anforderungen an die Industrie besser zu verstehen.

Edyta Margas, Fachfrau für Food Safety and Hygienic Design bei Bühler und Referentin der Konferenz, äusserte angesichts der neu aufkommenden Risiken im Bereich feuchtigkeitsarmer Lebensmittel insbesondere durch Salmonellen ihre Bedenken, da die Hersteller und die breite wissenschaftliche Fachwelt immer noch grosse Wissenslücken aufweisen, wie diese Gefahren zu beheben sind. Darüber hinaus stehen Lebensmittelverarbeiter angesichts veralteter Werks-Infrastrukturen, mangelnder effizienter und geeigneter trockener Entkeimungsverfahren und eingeschränkter Methoden zur Verringerung der Gefahren vor grossen Herausforderungen.

Angesichts dieser Herausforderungen erläuterte Edyta Margas, warum die Bühler Initiative zur Steigerung der Lebensmittelsicherheit für den Fortschritt im Aufzeigen von Risiken und deren Eindämmung so wichtig für die Industrie ist.
«Bühler hat erkannt, dass nicht nur ein erheblicher Schulungsbedarf in den eigenen Reihen bestand, sondern dass auch neue Lösungen entwickelt und ein zunehmendes Know-how durch Zusammenarbeit und Innovation aufgebaut werden musste. Auf diese Weise stehen durch die Zusammenarbeit mit führenden Wissenschaftlern und Lebensmittelverarbeitern jetzt neue Lösungen für die Eindämmung einer Vielzahl von Gefahren bereit, zu denen Krankheitserreger, Mykotoxine und Fremdmaterialien zählen. Ausserdem wird mehr Wert auf eine hygienegerechte Gestaltung der Anlagen gelegt, wodurch der Reinigungsaufwand reduziert und mögliche Gefahrenquellen minimiert werden können. Bühler ist sich seiner Rolle und Verantwortung in der Gewährleistung der Verbrauchersicherheit bewusst und unterstützt seine Kunden bei der Herstellung sicherer Lebensmittel, bei der Reduzierung des Nahrungsmittelabfalls, der Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und beim Aufbau des Vertrauens seitens der Kunden. Zudem trägt das Unternehmen zur nachhaltigen Lebensmittelherstellung bei – insbesondere in Märkten wie der Nussverarbeitung, wo gesunde und hochwertige Lebensmittel mit hohem Nährwert produziert werden.»

Bei der Schilderung der Hauptrisiken in der Nussverarbeitung wurde Edyta Margas von Gastreferent Dr. Antonio F. Logrieco, Direktor des Instituts für Lebensmittelproduktion (ISPA), unterstützt, der auf das Nahrungsmittel als hochsensibles Produkt in puncto Lebensmittelsicherheit ausführlich einging. Er wies darauf hin, dass die meisten Meldungen des Schnellwarnsystems für Lebensmittel und Futtermittel (RASFF) im Zusammenhang mit Aflatoxinen auf Nüsse zurückzuführen sind.

Ausserdem unterstrich er die Notwendigkeit, verunreinigte Lebensmittel vom Markt fernzuhalten und hob die Bedeutung von Echtzeitkontrollen und Risikomanagement im Zusammenhang mit Mykotoxinkontamination und Keimbelastung hervor, mit denen Gesundheitsgefahren vermieden und erhebliche wirtschaftliche Einbussen verhindert werden können.

Als weiterer Kenner der Herausforderungen für die Industrie hob Ben Deefholts, Leiter Sensor Development bei Bühler, die wichtige Rolle des Bereichs Optische Sortierung mit seiner über 30-jährigen Erfahrung in der erfolgreichen Reduzierung der Aflatoxin-Gehalte von kontaminierten gemahlenen Nüssen hervor.

Ben Deefholts teilte ausserdem Einzelheiten zu Bühlers Technologie im Bereich Schalenentfernung. Diese Technologie, deren Lancierung unmittelbar bevorsteht, dient dazu, die Schalen von den Nüssen zu entfernen, was sich traditionell varietätenübergreifend als schwierig erwies, insbesondere bei der Verarbeitung von Mandeln. Die neue Technologie hebt sich gegenüber den traditionellen Sortierungsmethoden durch ihre höhere Robustheit und Konsistenz hervor und bietet bessere Auswahlmöglichkeiten für die Sortierung und eine breite Anwendbarkeit für verschiedene Nussarten wie Haselnüsse, Mandeln und Baumnüsse.

Scott Vallette, Regional Director for Europe, Middle East and Africa bei Bühler gab als letzter Referent der Konferenz Einblicke in Bühlers erhebliche Investitionen in wissenschaftliche Studien zur Identifizierung der erforderlichen Verfahrensparameter zwecks Erzielung einer 5-log-Reduktion (bzw. einer 100.000-fachen Verringerung) von Salmonellen während des Röstvorgangs mithilfe der AeroRoast-Technologie. Er betonte, dass es zwar keine allumfassende Lösung für die Eindämmung von Gefahren, wie es Salmonellen darstellen, gibt, dass jedoch anlagenspezifische Lösungen wie AeroRoast, Dampf-Pasteurisierungslösungen wie der kontrollierten Kondensations-Pasteurisierung (CCP) oder das Zwei-Stufen-System NR-CEP für Lebensmittelverarbeiter ein erster Schritt sein können.

Hinsichtlich des Erfolgs der Konferenz erklärte Charith Gunawardena, Direktor und Leiter des Bereichs Optical Sorting bei Bühler: «Wir freuen uns sehr, mit den weltweit führenden internationalen Spezialisten zusammenarbeiten zu können, um die Diskussion zu aufkommenden Sicherheitsrisiken in der Nussindustrie auszuweiten. Durch unsere Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette sind wir in der Lage, nachhaltigere und innovativere Lösungen zur Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit, Effizienz und Wirtschaftlichkeit zu entwickeln, welche die nussverarbeitenden Betriebe in die Lage versetzen, gesteigerte Erträge und niedrigere Kosten bei gleichbleibend hoher Qualität und maximaler Sicherheit der Endprodukte zu erzielen.»

Über Bühler:
Jeden Tag kommen Milliarden Menschen mit Technologien von Bühler in Berührung, um ihre Grundbedürfnisse nach Lebensmitteln, Mobilität oder Kommunikation zu decken. Mit unseren industriellen Prozesstechnologien und –lösungen leisten wir einen bedeutenden Beitrag zur Welternährung mit einem Fokus auf Ernährungs- und Lebensmittelsicherheit. Mit Mühlen von Bühler werden rund 65 Prozent des weltweit geernteten Weizens zu Mehl verarbeitet. Ähnlich hoch ist der Beitrag für Reis, Nudeln, Schokolade oder Frühstückscerealien. Darüber hinaus ist Bühler ein führender Lösungsanbieter für Druckguss-, Nassmahl- und Oberflächenbeschichtungs-Technologie mit den Schwerpunkten Automobil, Optik, Elektronik, Druck, Verpackung und Glas. Die Lösungen für diese Industrien sind gekennzeichnet von hoher Energieeffizienz und nachhaltiger Mobilität. Als führender Technologiekonzern investiert Bühler jährlich bis zu 5% seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Das Unternehmen ist stolz auf seine Schweizer Herkunft und erwirtschaftete 2014 in rund 140 Ländern mit knapp 10‘600 Mitarbeitenden einen Umsatz von CHF 2,3 Mrd. Das Familienunternehmen Bühler ist in besonderem Masse der Nachhaltigkeit verpflichtet.

Medienkontakt:

Tracey Ibbotson, PR Executive, The Buhler Group, London, England
Tel.: +44 (0)1992 537421, E-Mail tracey.ibbotson@buhlergroup.com

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Corporate Communications media@buhlergroup.com

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